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Stadtmeister in Mönchengladbach
Stadtsportbund sauer wegen Nachtlauf

Erster Nachtlauf in Mönchengladbach
Erster Nachtlauf in Mönchengladbach FOTO: Reichartz,Hans-Peter
Mönchengladbach. Die Firma warb damit, einen Stadtmeister zu küren. Der Sportbund findet das irreführend - und erwog sogar rechtliche Schritte. Von Tim Specks

Zahlreiche Läufer sollten gestern Abend bei der Premiere des Nachtlaufs von Sportscheck und BMW starten. Einige von ihnen könnten mit falschen Erwartungen angetreten sein - das zumindest befürchtet der Stadtsportbund. Weil der Sportartikelhändler damit warb, einen Stadtmeister zu küren, wirft ihm der Sportbund vor, die Läufer in die Irre geführt zu haben. "Um Stadtmeister zu werden, muss man in Mönchengladbach geboren, wohnhaft oder Mitglied eines Vereins sein", sagt Geschäftsführer Axel Tillmanns. Durch die Wortwahl von Sportscheck und BMW aber sei der Eindruck entstanden, dies sei auch auswärtigen Startern möglich gewesen.

Schon im vergangenen Jahr hatte es einen Nachtlauf geben sollen, damals noch unter Mitarbeit der Marketinggesellschaft Mönchengladbach und des Stadtsportbundes. Nachdem der aber abgesagt wurde, stellte Sportscheck den Lauf in diesem Jahr ohne die beiden auf die Beine. Als dann die Rede von einer Stadtmeisterschaft war, sei man beim Stadtsportbund verärgert gewesen. "Auch die Vereine sind natürlich nicht froh über diese Bezeichnung", so Tillmanns.

Zwischenzeitlich prüfte der Stadtsportbund sogar rechtliche Schritte gegen die Veranstalter. "Der Name ,Stadtmeisterschaft' ist aber nicht geschützt. So müssen wir die Situation zähneknirschend hinnehmen", sagt Tillmanns.

Sportscheck selbst wehrt sich gegen die Vorwürfe, die Läufer absichtlich in die Irre geführt zu haben. "Der Titel ist mit dem Deutschen Leichtathletikverband abgestimmt", sagt Pressesprecher Mathias Krenski. Es handele sich um einen vom DLV genehmigten Stadtmeisterschaftstitel für Straßenrennen und damit um einen Wettbewerb von Sportscheck und BMW. "In anderen Städten hatten uns keine Beschwerden erreicht", so Krenski.

Beim Stadtsportbund bleibt ein bitterer Nachgeschmack. "Die Aktion an sich ist unterstützenswert", so Tillmanns. Die Kommunikation müsse aber bei einem eventuellen nächsten Lauf verständlicher sein.

Quelle: RP
 
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