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Mönchengladbach
Stars des Motown-Sounds begeistern bei PS-Auslosung

Mönchengladbach. Alle zwei Jahre findet auf der Bühne der Sommermusik im Schloss Rheydt die Auslosung der Sparkassen-Lotterie statt. Von Christian Lingen

Aretha Franklin drückt James Brown das Mikrofon in die Hand. Tina Turner steht schon neben der Bühne und schaut den beiden zu. Die wilde Mähne wippt im Takt des Souls. The Temptations machen sich gerade fertig für ihren Auftritt. Eine solch prominent besetzte Liste an Künstlern würde sich wohl so mancher Konzertveranstalter wünschen. Doch daraus wird nie etwas werden. Viele Helden des Motown-Sounds sind bereits tot und ihre Nachfolger auch schon in die Jahre gekommen. Wie genial ein solches Konzert jedoch sein könnte, erlebten nun die Kunden der Stadtsparkasse bei der Open-Air-Auslosung der PS-Lotterie. Zwar war das Publikum am Ende begeistert, doch so ganz stilecht waren einige Passagen der Sweet Soul Music Revue nicht.

Los ging es mit dem brillierenden Ron Williams, der mal als Ray Charles überzeugte, um kurze Zeit später wieder als Moderator durch das Programm zu führen. Das Lieblingsopfer seiner Witze war Donald Trump. "Damals gab es schwarze und weiße Labels und Radiosender. Schwarz und Weiß waren nicht nicht gemischt. Das wird bald wieder so sein, Dank Donald Trump", erklärte Williams. Songs wie "Unchained Melody" von den Righteous Brothers und "T ell Mama" von Etta James begeisterten das Publikum. Sängerin Darnita Rogers gab bei der Revue Aretha Franklin, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Zwar sang sie äußerst stimmgewaltig Franklins Superhit "Respect", doch es gibt Künstler, an die können Coversänger nicht heranreichen.

Star der Sweet Soul Music Revue war Jimmy James. Sein Auftritt als James Brown überzeugte, als stände der Meister persönlich auf der Bühne. Ob "It's a Man's World" oder "I feel good" - er kam dem Original verdächtig nahe. Grammy-Gewinnerin Laeh Jones, die Tochter des Motown-Sängers Warren Harris, brillierte unter anderem als Etta James. Der Soul ergriff Besitz vom Publikum, und irgendwann hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Besonders umjubelt wurde Tess D. Smith. In einem silbernen Glitzerkleid war sie zwar trotz Absätzen kaum größer als ein Mikrofonstativ, doch als Tina Turner fetzte sie über die Bühne, als wolle sie diese abreißen. Die wilde Mähne ihrer Perücke wackelte im Takt und die kleine Smith steigerte sich immer intensiver in ihre Rolle hinein. Das Publikum johlte. Gelungen war auch der Auftritt von vier Herren der Revue als "The Temptations" und vor allem "Papa was a Rollin´ Stone" riss das Publikum am Schluss noch einmal mit. Schade war jedoch, dass die Sänger es nicht schafften, die Temptations wie im Original als fünfköpfige Gruppe auf die Bühne zu zaubern. Beinahe unter ging im mitreißenden Programm die PS-Auslosung des Rheinischen Sparkassenverbandes. Mönchengladbachs Sparkassenchef Hartmut Wnuck freute sich, dass aus dem Zweckertrag im vergangenen Jahr 650.000 Euro an soziale Zwecke gingen. Günter vom Dorp fungierte anschließend als Glücksfee. Anders als bei der Revue gab es während der Auslosung, die in der Pause stattfand, nur Fahrstuhlmusik.

Quelle: RP
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