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Mönchengladbach
Statt ruhiger Anliegerstraße beliebte Abkürzung

Mönchengladbach: Statt ruhiger Anliegerstraße beliebte Abkürzung
An der Wetscheweller Straße wohnen viele Familien mit kleinen Kindern. Die Anliegerstraße ist eigentlich eine Durchgangsstraße, FOTO: Berlin
Mönchengladbach. Die Wetscheweller Straße ist für viele Ortskundige ein Geheimtipp. Nein, nicht als Wohnadresse. Sondern als beliebte Abkürzung bei Autofahrern. Die können nämlich beim Weg über diese Anliegerstraße prima zwei Ampeln umgehen. Alle Beschwerden der Anwohner verliefen bisher ins Leere. Obwohl sie sich die Mühe machen und regelmäßig private Verkehrserhebungen machen. Ein Ergebnis: In der Rushhour - also von 16 bis 18 Uhr - passierten über 500 Autos die Straße.

Auch das Ordnungsamt ließ vor drei Jahren die Kraftfahrzeuge an der Wetscheweller Straße zählen: Vom 2. bis zum 10. Januar befuhren 7470 Pkw und 225 Lkw die Straße. "Diese Verkehrsmenge kann als relativ gering gewertet werden", hieß es damals. Und auch jetzt sieht die Stadt noch keinen Handlungsbedarf. Die Anregung, die Wetscheweller Straße als Einbahnstraße auszuweisen, hält man im Ordnungsamt ebenfalls für nicht durchführbar und nicht sinnvoll. "Die Einführung von Einbahnstraßen kommt in erster Linie in Betracht, um die Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs, vor allem auch der öffentlichen Verkehrsmittel, zu fördern. Sie eröffnet auch die Möglichkeit, zusätzlichen Parkraum zu schaffen. Weder ist die Flüssigkeit und Sicherheit bei der jetzigen Verkehrsführung beeinträchtigt, noch schafft eine Einbahnstraße zusätzlichen Parkraum, denn schon heute wird auf beiden Seiten durchgängig am Fahrbahnrand geparkt", heißt es.

Außerdem müsse damit gerechnet werden, dass Autofahrer in einer Einbahnstraße schneller fahren.

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