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Mönchengladbach
Student verletzt 20-Jährigen mit Messer im Gesicht

Mönchengladbach. Bei einem Streit um Geld hat ein 23-Jähriger einem 20-Jährigen am Freitagabend nach Polizeiangaben eine Schnittverletzung zugefügt. Im Internet ist ein Video aufgetaucht, das den mutmaßlichen Täter zeigen soll, wie er mit dem Messer über die Straße läuft. 

Wie die Polizei mitteilt, stammen die beiden Männer aus Syrien und sind Studenten. Auf der Hubertusstraße in Mönchengladbach-Rheydt waren sie laut Polizei gegen 17.30 Uhr an einem Studentenwohnheim in einen Streit geraten. Es ging um nicht näher beschriebene finanzielle Forderungen.

Der tatverdächtige 23-Jährige zückte laut Polizei ein Küchenmesser und fügte seinem Kontrahenten eine mehrere Zentimeter lange Schnittwunde an der Wange zu. Der Beschuldigte wurde noch im Studentenwohnheim angetroffen und festgenommen, der Geschädigte konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen, teilt die Polizei mit.

Bei Youtube ist ein Video aufgetaucht, das den mutmaßlichen Täter zeigen soll. Zu sehen ist dort, wie ein Mann mit einem Messer über die Straße läuft.

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Erst Ende Juni hatte es in Mönchengladbach eine Messerattacke gegeben, die ein 54-Jähriger nur überlebte, weil er mit einer festen Jacke bekleidet war. Der Täter war ein 19-jähriger Litauer, der sich vorgenommen hatte, an diesem Tag zu töten. Ohne erkennbares Motiv stach er mehrmals auf das Opfer ein, das ihm zufällig in der Mönchengladbacher Altstadt über den Weg lief. Aufgestaute Aggressionen hätten bei ihm "Mordlust" hervorgerufen, erklärte er den Ermittlern später. Zwölf Tage dauerte die Fahndung, bis sie den Litauer festnehmen konnten. Die Stiche in den Oberkörper wären tödlich gewesen, wenn der 54-Jährige nicht die feste Jacke getragen hatte.

(sef)
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