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Mönchengladbach
Studie nennt Gladbach eine "ungesunde Wohnregion"

Mönchengladbach - spannende Aufnahmen aus der Luft
Mönchengladbach - spannende Aufnahmen aus der Luft FOTO: Theo Titz
Mönchengladbach. Das klingt zunächst einmal alarmierend: Laut einer Erhebung der Bausparkasse Mainz, die Umweltdaten etwa von Umweltbundesamt, Robert-Koch-Institut und Bundesamt für Kartographie und Geodäsie zusammenfasst, ist Mönchengladbach ein ziemlich ungesunder Wohnstandort. Von Jan Schnettler

Auf Platz acht der "ungesundesten" Regionen in Deutschland liegt die Stadt in dem Ranking, ganz am Ende landen Oberhausen, Köln und Essen. Untersucht wurden insgesamt zehn Kriterien wie Bodenversauerung, Feinstaubbelastung und Lärm.

Doch wer genauer auf die Daten schaut, erkennt: Das Ranking bezieht sich nicht gesondert auf die Stadt Mönchengladbach, sondern auf die Postleitzahlregion 41 - und die umfasst mal eben auch noch den Rhein-Kreis Neuss, den Kreis Viersen und den Kreis Heinsberg. Deswegen könnten schlechte Ergebnisse zum Beispiel durchaus auch etwas mit dem Tagebau Garzweiler zu tun haben oder mit anderen Faktoren, die nichts mit Mönchengladbach an sich zu tun haben. Insgesamt bescheinigt das Ranking der Postleitregion jedenfalls "mäßige" Gesundheitswerte. Die fünfstufige Skala reicht von "sehr gut" bis "sehr belastet" - vor Teilergebnissen aus der letzteren Kategorie bleibt die Region Gladbach immerhin verschont.

In die Kategorie "belastet" fallen gemäß der Studie hingegen die Bodenversauerung, die Lärmbelastung, die Lichtverschmutzung, das Grundwasser, die Radon-Belastung und die Hochwassergefahr. Als "mäßig" gelten die Ozonwerte. "Gut" schneidet die Region bei der Lebenserwartung ab: Sie liegt demnach zwischen 81,4 und 82,5 Jahren. Und als "sehr gut" - und folglich sehr niedrig - gelten die Belastungen durch Feinstaub und Stickstoffdioxid.

Insgesamt zeichnet die Studie ein ebenso eindeutiges wie einleuchtendes Bild: Die gesündesten Wohnregionen sind prinzipiell diejenigen, die weit entfernt von den großen Städten liegen. Am oberen Ende der "gesündesten" Postleitregionen liegen denn auch Neubrandenburg, Ludwigslust (mit Schwerin) und Rügen (mit Rostock und Stralsund).

Quelle: RP
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