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Mönchengladbach
Sturm sorgt für Straßensperrungen

Mönchengladbach: Sturm sorgt für Straßensperrungen
Die Bismarckstraße musste gestern gesperrt werden: Werbetafeln lösten sich und drohten auf die Straße zu stürzen. Der Sturm beschädigte außerdem mehrere Dächer. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. Bismarckstraße, Sittardstraße, Bachstraße, Hermann-Piecq-Anlage. . . In der Stadt mussten mehrere Straßen gesperrt werden, weil Bäume umknickten oder Ziegel von Dächern wehten. Menschen wurden bis zum Abend nicht verletzt. Von Gabi Peters, Chiara Boveleth und Richard Schlag

Die Gefahrenstellen wurden im Minutentakt gemeldet: umgestürzte Bäume, herunterhängende Äste, umgefallene Plakatwände. "An einigen Stellen regnete es regelrecht Dachziegel", hieß es am Abend aus der Leitstelle der Polizei. Sturmtief Niklas hat auch in Mönchengladbach Ordnungshüter und Rettungskräfte in Atem gehalten. Aus Sicht der Feuerwehr ist die Stadt dennoch relativ gut davon gekommen: "Es ist nichts Dramatischen passiert. Menschen kamen nicht zu Schaden", sagte ein Sprecher am Abend.

Dafür gab es viele Einsätze: Am Wehresbäumchen stürzte ein Baum auf ein Auto. Die Aachener Straße war in Höhe Dorthausen zeitweise überschwemmt. An der Kirche St. Gereon in Giesenkirchen riss der Sturm eine Dachrinne halb ab, die in 70 Metern Höhe baumelte. Auf der Bachstraße fiel ein Baum quer über die Fahrbahn. Die Straße musste zeitweise gesperrt werden. An der Sparkasse am Bismarckplatz drohte die Scheibe aus der Uhr auf dem Dach zu fallen. Ein Fall für die Haustechniker.

Zahlreiche Bäume wurden Opfer der starken Windböen. Feuerwehr, Stadt und Polizei waren wie hier an der Bachstraße im Dauereinsatz, um die Schäden zu beseitigen. FOTO: Titz

An der Hermann-Piecq-Anlage, Höhe Sternstraße, riss der Sturm gleich mehrere Bäume um. Auch die Bismarckstraße musste gleich mehrfach gesperrt werden. Zuerst wurden von einem Haus Dachziegel auf Bürgersteig und Straße geweht, kurze Zeit danach fiel eine Plakatwand um.

Immer wieder mussten auch kleiner Gefahrenstellen gesichert werden: wackelige Schaukästen, verwehter Sperrmüll, umherfliegende gelbe Säcke. Der Kommunale Ordnungsdienst war ebenfalls im "Sturm-Einsatz". Innerhalb weniger Stunden liefen bei Polizei und Feuerwehr rund 100 Einsätze ein - alles wegen "Niklas".

An der Eisenacher Straße wehte Sturm "Niklas" ein Dixi-Klo um. Auch Bauzäune widerstanden nicht. FOTO: Reichartz

Aus den Lautsprechern am Hauptbahnhof Mönchengladbach ertönte bereits nach 11 Uhr die Durchsage: "Aufgrund des Unwetters ist der gesamte Zugverkehr in NRW eingestellt." Immer mehr Menschen versammelten sich vor der Information. Balazs Balasko (34) wollte eigentlich den Zug von Mönchengladbach nach Düsseldorf nehmen, um dann weiter zum Frankfurter Flughafen zu fahren. "Wie es jetzt weiter geht, weiß ich nicht", sagt er. Ein Mann in Arbeitskleidung griff zum Smartphone. "Ich rufe jetzt meinen Chef an, weil ich heute wohl später komme, vielleicht auch gar nicht", sagte er. Eberhard Wolf (60) hatte schon eine Stunde am Bahnhof gewartet, als er erfuhr, dass nichts mehr geht. Viele Bahnkunden waren genervt, andere sahen es gelassen. Die Stadt hatte bereits am Morgen davor gewarnt, Friedhöfe und Parks zu betreten. Geschlossen wurde keine Anlage. "Das kann aber schnell geschehen, sobald irgendwo ein Baum umzufallen droht", sagte ein Stadtsprecher. Auch das Theater reagierte auf Tief Niklas. Es teilte mit, dass alle, die es wegen des Sturms nicht in die Aufführung schaffen, aber schon eine Karte haben, eine andere Vorstellung im Tausch besuchen können.

Quelle: RP
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