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Mönchengladbach
"Tag der Tat": Wenn Banker Bänke streichen

Mönchengladbach: "Tag der Tat": Wenn Banker Bänke streichen
Beim "Tag der Tat" schauten Almut Bergmann, Personalreferentin der Santander Consumer Bank, Ineke Hofer von der Villa Buddelberg und Reinhold Steins, Leiter des Fachbereichs Kinder Jugend und Familie (v.r.) dem Projekt-Team und den kleinen Helferinnen über die Schulter. FOTO: Santander Consumer Bank
Mönchengladbach. Bereits zum siebten Mal rücken Santander-Mitarbeiter zu Verschönerungsaktionen in den Gladbacher Kitas aus. Von Angela Rietdorf

Die Villa Buddelberg in Wickrath liegt in einem großen Garten. Ein riesiges Gelände zum Toben, Spielen und zurzeit besonders zum Matschen steht den 125 Kindern zur Verfügung. An diesem Vormittag jedoch ist ein Teil des Gartens mit Flatterband abgesperrt, denn dort wird heftig gearbeitet. Vier Mitarbeiter der Santander-Bank - deutlich erkennbar an den roten T-Shirts - sind dabei, ein Hochbeet zu bauen. Der Hauptteil steht schon, und einige Kinder sind mit kleinen Schubkarren und Schaufel da und helfen eifrig beim Befüllen des Beetes mit Erde, während noch am abschließenden Rahmen geschraubt wird.

"Das Dach ist ein bisschen knifflig", meint Claudia Brück. Normalerweise verbringt sie den Tag am Computer in der Abteilung Facility Management der Santander-Bank. Jetzt schraubt sie in der Kita. Sie hat erkennbar Spaß daran. "Zur Abwechslung mal im Freien und mit den Händen zu arbeiten ist schön", stellt sie fest. Und deshalb ist sie auch schon zum dritten Mal bei der Aktion dabei. Kollege Hans Bastian Biermann beschäftigt sich im normalen Berufsalltag mit Risikomanagement. Jetzt transportiert er Blumenerde mit der Schubkarre und empfindet das als gute Alternative. "Es ist eine Chance, sich zu engagieren", meint er. Und eine angenehm bequeme dazu. Nicht weil die Arbeit leicht ist, sondern weil die Projekte vorgegeben und die Aufgaben klar definiert sind. "Man meldet sich im Intranet an und macht mit", erklärt er. Das haben in diesem Jahr mehr Banker denn je getan. Seit 2009 können die Santander-Mitarbeiter einen Arbeitstag mit einer Verschönerungsaktion in einer Kinder- oder Jugendeinrichtung verbringen. Ihr Arbeitgeber spendiert auch Material bis zu einem Wert von 500 Euro pro Einrichtung. "Mit 15 Helfern haben wir vor sieben Jahren angefangen, heute früh sind 130 ausgerückt", beschreibt Personalreferentin Almut Bergmann die positive Resonanz auf die Aktion. Welche Einrichtungen von der Arbeitskraft der Santander-Leute profitieren, wird in Zusammenarbeit mit dem städtischen Jugendamt festgelegt. Dieses Jahr stehen 13 städtische Kitas und drei Jugendfreizeiteinrichtungen auf der Verschönerungsliste der Banker. In Rheindahlen bauen sie ein Spielhäuschen und streichen Gartenbänke. In der Kita Am Pixbusch werden das Treppenhaus gestrichen und der Vorgarten verschönert. Im Familienzentrum an der Friedhofstraße in Rheydt werden Blumen gepflanzt, Regale angebohrt und Gardinen aufgehängt. Bei den "Wühlmäusen" in Dorthausen muss die Ritterburg von innen abgeschliffen und von außen lasiert werden. Und in Wickrath wird das Hochbeet, das der Förderverein der Kita angeschafft hat, errichtet. Wenn es steht und mit Erde aufgefüllt ist, werden Tomaten, Gurken und verschiedene Kräuter hineingepflanzt. Damit die Kinder schauen, riechen, fühlen und schmecken können. "Sie können so Erfahrungen im Jahreskreis machen", so Erzieherin Ineke Hofer.

Quelle: RP
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