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Mönchengladbach
Tag des Denkmals mit Mühle und Friedhof

Mönchengladbach: Tag des Denkmals mit Mühle und Friedhof
Die Schriefersmühle wurde komplett saniert. Auf dem Hauptfriedhof liegen Persönlichkeiten, die die Stadt geprägt haben. FOTO: KN. Raupold
Mönchengladbach. Wer die soeben sanierte Schriefersmühle von innen kennenlernen möchte, hat dazu am Sonntag die beste Gelegenheit. Auch die Grabstätten berühmter Mönchengladbacher Industrieller werden auf dem städtischen Hauptfriedhof besucht. Von Inge Schnettler

Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, wird nicht nur das neue Textil-Technikum im Monforts-Quartier eröffnet und gewürdigt (RP berichtete), es stehen zwei weitere spannende Orte auf der Liste - die Schriefersmühle und der städtische Hauptfriedhof. Der deutsche Tag des offenen Denkmals ist Teil der europaweiten Kampagne "European Industrial and Technical Heritage Year 2015". Sie soll auf die Bedeutung der industriellen und technischen Denkmale in Europa hinweisen.

Soeben erst vor dem sicheren Verfall gerettet wurde eines der ältesten profanen Baudenkmäler der Stadt - die Schriefersmühle an der B 57 zwischen Rheindahlen und Erkelenz. Über Jahrhunderte wurde in der Schriefersmühle das Getreide der Bauern aus der Umgebung gemahlen. Dazu fuhren sie mit ihren Pferdefuhrwerken durch das vordere Mühlentor in die Mühle hinein. So konnten die Getreidesäcke direkt vom Fuhrwerk in die Mühle gezogen werden. Später wurde so das Mehl auf die Fuhrwerke verladen. Letzte Bilder, auf denen die Mühle mit Flügeln zu sehen ist, stammen aus der Zeit um 1926. Vermutlich wurde der Betrieb nach dem 1. Weltkrieg eingestellt. Danach diente die Mühle als Lagerraum. 2011 gründete sich ein Förderverein, der den drohenden Abriss des Gebäudes verhinderte. Die Schriefersmühle, die 1986 unter Denkmalschutz gestellt wurde, steht Besuchern am Sonntag von 11 bis 16 Uhr offen.

Die Sozialwissenschaftlerin Gudrun Grimpe-Christen bietet am Tag des offenen Denkmals ab 15 Uhr eine ganz besondere Führung auf dem städtischen Hauptfriedhof an. Die Besucher werden mit ihr die Grabstätten berühmter Industrieller besuchen, die Mönchengladbach Jahrzehnte lang mitgestaltet und sich sozial engagiert haben. Grimpe-Christen wird unter anderem die Ruhestätten der Familien Monforts, Reiners und Achter besuchen und aus deren Leben erzählen. Die imposanten Familiengräber geben auch einen guten Einblick in die Schaffenskraft der Steinmetze und Bildhauer. Zwei Grabstätten tauchen in der Denkmalliste der Stadt auf und sind ebenfalls zu sehen - das Grab von Hermann Aschaffenburg und die Grabstätte von Alice und Paul. Auch die Grabstätten von Peter Nonnenmühlen, Hermann Piecq und Franz Meyers werden besucht. Treffpunkt für die Führung ist das Hochkreuz an der Peter-Nonnenmühlen-Allee.

Quelle: RP
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