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Mönchengladbach
Teile des JHQ werden abgerissen

Mönchengladbach: Teile des JHQ werden abgerissen
FOTO: Krone
Mönchengladbach. Seit dem Abzug der britischen Soldaten im Jahr 2013 verfällt das Gelände. Die Planung zum Bau eines Freizeitparks stockt weiterhin. Nun soll es aufgeteilt, zum Teil naturiert, für Windanlagen und von der Polizei genutzt werden. Von Maximilian Krone

Nach der Jahre andauernden Hängepartie rund um das JHQ-Gelände, gibt es nun Fortschritte. Wie die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, sollen Teile des rund vier Quadratkilometer großen Geländes bald abgerissen, bzw. wieder genutzt werden. Jedoch zunächst nicht als Freizeitpark oder Festivalgelände.

Der westliche Bereich, der an das Gebiet Knippertzbachtal/Hellbach angrenzt, soll im Besitz des Bundes bleiben und laut Stadt für "Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans genutzt werden". Dort sollen bereits in Kürze die ersten Bauten abgerissen werden. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist, will man mit der Renaturierung beginnen. "Langfristig wird dieser Bereich der Öffentlichkeit wieder zugänglich sein und eine Verbindung zwischen den im Süden angrenzenden Gebieten um die Holtmühle und den im Norden gelegenen Hardter Wald herstellen", sagt Mönchengladbachs Stadtsprecher Wolfgang Speen.

Eine im Osten des JHQ´s gelegene Teilfläche kommt nach Angaben der Stadt womöglich für ein Trainingsgelände der Polizei NRW in Frage. Derzeit prüfe das Innenministerium die Anmietung dieses Bereichs. Laut Ministerium befindet sich dieses Vorhaben aber noch in einer sehr frühen Phase. "Derzeit läuft eine Vorprüfung, ob das Geländegrundsätzlich geeignet ist und somit eine weitere Planung überhaupt Sinn macht", sagt ein Sprecher des Ministeriums. Kriterien seien unter anderem, wie viel auf dem Gelände umgebaut werden müsse und ob Altlasten im Erdreich gefunden würden. Ebenfalls im östlichen Teil sollen Windräder errichtet werden. Und zwar vom im Norden gelegenen Hardter Wald, bis zur südlichen Grenze des JHQ.

Weiter keine Fortschritte gibt es hingegen beim Plan, einen Freizeitpark auf dem Gelände zu errichten. "Die Stadt hält nach wie vor an ihren grundlegenden Ideen auf der Basis der Beratungsvorlage fest", sagt Speen. Diese wurde bereits im Herbst 2015 im Rat diskutiert und sieht eine Vereinbarung zwischen Stadt und einem saudischen Investor vor, der das Gelände kaufen und den Park errichten will. Laut Stadt ist der Investor noch immer an der Umsetzung der Idee interessiert. Solange Land und der Bund als Eigentümer des Geländes kein grünes Licht gäben, könne dort aber nicht gebaut werden. "An dieser Stelle hängt die weitere Entwicklung stark von den Plänen des Landes ab, wie das Areal grundsätzlich genutzt werden soll", sagt Wolfgang Speen.

Nach derzeitigem Stand sind dort noch bis mindestens Ende diesen Jahres Flüchtlinge untergebracht. In der Beratungsvorlage aus dem Jahr 2015 heißt es dazu, dass die Stadt beim Land darauf hinwirken soll, dass "das Areal über die angedachten Zwecke hinaus nicht für weitere Unterbringungsmöglichkeiten von Flüchtlingen genutzt wird".

Ähnlich wie beim Bau des Freizeitparks schaut es auch bei der Idee aus, auf dem Gelände ein regelmäßiges Musikfestival auszurichten. Bereits vor drei Jahren sind Pläne gescheitert, wonach das Kult-Festival "Rock am Ring" in den Hardter Wald umziehen sollte. Damals stellte sich die Bundesanstalt für Immobilien (Bima) als Eigentümerin quer. Und auch weiterhin bestehen Bedenken, besonders wegen der schlechten Infrastruktur rund um das Gelände. Diese müsste zum Teil ausgebaut werden, damit die Besucher ohne Probleme an- und abreisen könnten.

Quelle: RP
 
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