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Mönchengladbach
Testwoche: Gesundheitsamt bietet kostenlose HIV-Tests an

Mönchengladbach. Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Um auf dieses Ereignis und im Speziellen auf die Krankheit aufmerksam zu machen, nimmt die Stadt Mönchengladbach zusammen mit den Gesundheitsämtern des Kreises Viersen und der Stadt Krefeld an der Europäischen HIV-Testwoche teil. "Es ist uns wichtig. Wir wollen frühzeitig auf die Aktion aufmerksam machen", sagt Beigeordnete Dörte Schall. "Diese Krankheit darf man nicht unterschätzen. Obwohl man mit ihr leben kann, muss man Medikamente nehmen." Von Eva Baches

Bis Ende 2015 infizierten sich, laut einer Studie des Robert-Koch Institutes, 84.700 Menschen in der Bundesrepublik mit HIV oder sind an Aids erkrankt. 2015 gab es 3200 Menschen, die sich neu mit dem Virus infiziert haben - in Nordrhein-Westfalen 660 Menschen. Jedoch scheuen viele den Gang zum Arzt, um sich testen zu lassen, wenn sie befürchten, sich mit dem Virus angesteckt zu haben. "Die Angst vor Diskriminierung ist immer noch sehr groß. Von den 84.500 HIV-positiven oder an Aids erkrankten Menschen lassen sich 11.000 nicht behandeln, und 12.500 wissen erst gar nichts von ihrer Krankheit", erklärt Ursula Backen, Ärztin und Aids- Fachkraft beim Fachbereich Gesundheit.

Daher sei es wichtig, die Gesellschaft immer wieder mit dem Thema zu konfrontieren und zu sensibilisieren. Während der Europäischen Testwoche (21. bis 25. November) hat jeder die Gelegenheit, sich im Gesundheitsamt der Stadt anonym und kostenlos auf den Virus testen zu lassen. Die Öffnungszeiten sind montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 16 Uhr, dienstags von 7 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr. Parallel dazu gibt es die Möglichkeit, sich an die Gesundheitsämter des Kreises Viersen und der Stadt Krefeld zu wenden.

Bundesweit macht eine Kampagne, die sich gegen Ausgrenzung von Aids-Patienten richtet, auf die Erkrankung aufmerksam. Mit Slogans wie "Gegen HIV habe ich Medikamente, gegen dumme Sprüche nicht" soll diese die Solidarität fördern und den betroffenen Menschen Mut machen, aufeinander zuzugehen.

Quelle: RP
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