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Mönchengladbach
Textilakademie wird das neue Eingangstor zum Hochschulcampus

Mönchengladbach: Textilakademie wird das neue Eingangstor zum Hochschulcampus
Links das Gästehaus, rechts die Akademie: Der Gebäudekomplex entsteht nach Plänen des Düsseldorfer Architekturbüros Slapa Oberholz Pszczulny (SOP). FOTO: SOP Architekten
Mönchengladbach. Christo lässt grüßen: Der Komplex, der zum Ausbildungsjahr 2017/18 an den Start gehen soll, setzt optisch Akzente. Gerade wird das Grundstück erworben. Von Jan Schnettler

Hell, weiß, natürlich, aber auch futuristisch - und edel "eingekleidet": Die künftige Textilakademie auf dem Campus der Hochschule Niederrhein, die zum Ausbildungsjahr 2017/18 an den Start gehen soll, wird nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch Akzente setzen. "Christo lässt grüßen", sagt Rolf Königs, der Präsident des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie. "Aus Richtung Rheydt kommend wird die ,Schaufensterseite' der Akademie den Eingangsbereich des Campusgeländes markieren", fügt Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, hinzu.

Der Baubeginn soll 2016 erfolgen, "das Grundstück wird gerade erworben", sagt Königs. Noch gehört es dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB). Der Gebäudekomplex entsteht auf der Ecke Breite Straße/Rheydter Straße, die bisher unbebaut ist. Als "Aus- und Weiterbildungsakademie Textil- und Bekleidungswirtschaft" soll sie unter anderem 300 bis 350 Berufsschüler pro Jahr beherbergen, als überbetriebliches Ausbildungszentrum fungieren, die Techniker- und Meisterfortbildung, das duale Studium und nicht zuletzt die branchenspezifische Weiterbildung intensivieren. Daneben entsteht ein - farblich im Kontrast zur hellen Akademie dunkel gehaltenes - Gästehaus für 80 Personen.

Und die werden nicht nur aus Nordrhein-Westfalen kommen, sondern auch aus Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein. Denn die Akademie entsteht in privater Trägerschaft, die aus einer Kooperation von Königs' rheinischem Textilverband und dem Verband der nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie hervorgegangen ist. Die Hochschule Niederrhein und der Textilverband Zitex sind auch mit im Boot. Die ehrgeizige Zielsetzung: Gladbach wird für ganz Nordwestdeutschland zum Zentrum der Aus- und Weiterbildung in der Textil- und Bekleidungsindustrie werden, die enge - räumliche wie inhaltliche - Verzahnung mit der Hochschule soll zu einer gegenseitigen Befruchtung führen. So können Berufsschullehrer etwa auch Professuren an der Hochschule erhalten.

Die beiden Textilverbände reagieren mit der Zentralisierung der Aus- und Weiterbildungsangebote am Standort Mönchengladbach auch auf den Trend zur Schließung von textilen Ausbildungsbereichen an staatlichen Berufsschulen. Doch von den kürzeren Wegen profitiere beispielsweise auch die kooperative Ingenieursausbildung, bei der parallel zur beruflichen Ausbildung im Unternehmen studiert wird, sagt Prof. Dr. Rudolf Voller, Dekan des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik: "Das wird künftig alles deutlich einfacher." Der Unterricht an der Akademie soll im Block stattfinden: Ein Drittel der Lehre ist in der Schule zu absolvieren, die beiden anderen im Ausbildungsbetrieb. Die Klassengröße ist auf maximal 24 Schüler beschränkt. Pro Block sollen 80 bis 100 Azubis auf dem Campus sein.

Quelle: RP
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