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Mönchengladbach
Tischlerhandwerk hat 21 neue Gesellen

Mönchengladbach. Neben Auszeichnungen für die Jahresbesten verlieh eine Jury den Sonderpreis "Die gute Form". Christopher Grumbach und Carolin Brand durften sich besonders freuen. Von Christian Lingen

Es sind teils futuristische Gebilde und echte Designerstücke, die von 21 Tischlerazubis gefertigt wurden und zur Zeit im Foyer der Stadtsparkasse am Bismarckplatz zu sehen sind. Die Auszubildenden haben sich aber nicht zu einer Künstlergemeinschaft zusammengetan. Die Möbel sind die Gesellenstücke der jungen Handwerker. Sie haben die Ausbildung geschafft und wurden nun bei einer Feierstunde losgesprochen. Damit hat das Tischlerhandwerk in Mönchengladbach nun 21 junge Gesellen mehr. Neben Auszeichnungen für die Jahresbesten verlieh eine Jury den Sonderpreis "Die gute Form".

"Heute geht nicht nur ein Lebensabschnitt zu Ende, es beginnt auch ein neuer", sagt Sparkassenvorstand Antonius Bergmann. Die Stücke zeigen nicht nur das handwerkliche Können der Gesellen, sondern auch ein Stück Persönlichkeit. Passend zur Fußballeuropameisterschaft verwandt Obermeister Hans-Wilhelm Klomp Fußballmetaphern für eine Rede. So seien die Azubis eine Mannschaft gewesen, die Ausbilder die Trainer und die Abschlussprüfung das Finale.

"Das Tischlerhandwerk hat in den vergangenen Jahren neue Herausforderungen erlebt. Denen mussten sich die Gesellen während ihrer Ausbildung stellen und sind damit gut auf die Zukunft vorbereitet", sagt Stefan Bresser, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Gerade im Tischlerhandwerk würden qualifizierte Nachwuchskräfte benötigt. Das duale Studium, das der Ausbildung zugrunde liegt, sei so hochwertig wie in keinem anderen europäischen Land. Von Lehrlingswart Klaus Holzweiler erhielten die Gesellen schließlich ihre Zeugnisse.

Christopher Grumbach durfte sich besonders freuen: Er ist der Innungsbeste seines Jahrgangs. Die Plätze zwei und drei gingen an Carolin Brand und Stefan Schiffers. Planungs- und Baudezernent Gregor Bonin, der zusammen mit Antonius Bergmann und Architekt Frank Schwinning eine Jury bildete, durfte den Sonderpreis für "Die gute Form" verleihen. Er lobte, dass alle Stücke sehr ausgefallen seien und sich gut in der ein oder Wohnung machen werden. Die Jury bewertete die Formgebung, die Funktionalität und die handwerkliche Ausführung der Stücke. Darunter waren ein Barschrank, Schreibtische, ein Stehpult mit Saxofonständer, Sideboards und Regale. Der erste Platz ging an Carolin Brand. "Sie hat gezeigt, dass man simple Dinge wie einen Schreibtisch völlig neu interpretieren kann", sagte Bonin. Simon Franziskus Klein und Tom Treidler belegten die weiteren Plätze. Jana Dumins erhielt eine Belobigung.

Quelle: RP
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