| 13.29 Uhr

Tödlicher Unfall in Mönchengladbach
Kinder spielten möglicherweise Pokémon Go

Mönchengladbach: Tödlicher Unfall in Odenkirchen
Mönchengladbach: Tödlicher Unfall in Odenkirchen FOTO: Ralf Schmitz
Mönchengladbach. Zwei Kinder sind in Mönchengladbach von einem Auto angefahren worden. Der Junge ist gestorben, das Mädchen wurde schwer verletzt. Zeugen berichteten, dass die beiden Kinder Pokémon Go auf ihren Smartphones gespielt hätten.

Der Junge war am Donnerstagnachmittag zusammen mit seiner siebenjährigen Cousine auf die Kölner Straße gelaufen, als beide von einem herannahenden Auto erfasst wurden. Zeugen wollen gesehen haben, dass die Kinder Pokémon Go spielten, als der Unfall geschah. Die Polizei kann dies noch nicht bestätigen. Sie sagt aber: Beide Kinder hatten Smartphones dabei. "Ob sie damit spielten und was, muss noch ausgewertet werden", sagte eine Polizeisprecherin.

Am Unfallort müssen sich dramatische Szenen abgespielt haben. Denn Verwandte der Kinder, die in der Nähe des Unfallortes wohnen, waren herbeigeeilt. Darunter war auch die Mutter des Jungen, die angesichts des Geschehens völlig außer sich war und ins Krankenhaus gebracht werden musste, wo sie auch seelsorgerisch betreut wurde.

Zeuginnen leisteten Erste Hilfe

Der Achtjährige starb gegen 17.30 Uhr im Krankenhaus. Das schwer verletzte Mädchen wurde operiert und befindet sich nach Polizeiangaben derzeit in einen stabilen Zustand. Die 54-jährige Fahrerin des Autos, das die Kinder erfasste, erlitt einen Schock. Zwei Zeuginnen hatten unmittelbar nach dem Unfall bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe bei den beiden Kindern geleistet.

Die Polizei lobte am Donnerstag das vorbildliche Verhalten der beiden Frauen (22 und 44 Jahre alt). Derzeit laufen noch die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang. "Es werden noch mehrere Zeugen gehört", sagt die Polizeisprecherin.

Nach dem tödlichen Unfall ist die Anteilnahme in der Stadt groß. Im Netz gibt es unzählige Beileidsbekundungen.

(gap/jüma)