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Mönchengladbach
Torben Schultz Die Linke

Mönchengladbach: Torben Schultz Die Linke
Torben Schultz: Er will die soziale Ungerechtigkeit bekämpfen. FOTO: Die Linke
Mönchengladbach. Intensive Arbeit in Hochschulgruppen, Anti-Atomkraft-Bewegung, Außerparlamentarische Opposition (APO): Wer diese politische Vita hat, landet oft bei den Grünen. Oder bei den Linken. Bei Torben Schultz ist es Die Linke, weil er im Zuge der Hartz-Gesetze 2009 eine politische Heimat suchte. Er war noch parteilos, als er die Gründung der Parteigliederung in Mönchengladbach begleitete. Heue ist der 45-jährige studierte Diplom-Sozialpädagoge Fraktionsvorsitzender der Linken im Stadtrat.

Da überrascht er. Wirkten die Linken in früheren Ratsbesetzungen oft bärbeißig und wurden gemieden, sorgt Schultz heute mit Witz, mitunter sehr feiner Ironie und klaren Positionen dafür, dass ihm die anderen Ratsmitglieder zuhören, ihm auch gelegentlich politisch folgen. Freies WLan, Tihange-Resolution, Programm gegen Rechtsextremismus - da hat die Partei Die Linke durchaus Akzente in der Arbeit des Rates und seiner Ausschüsse gesetzt. Mit Schultz an der Spitze. Und wenn man ihn fragt, warum er keinen Listenplatz bekommen hat, dann antwortet er keck: "Na, weil ich den Wahlkreis direkt hole!" Und lacht.

Politisch verfolgt der gebürtige Hamburger natürlich linke Ziele. In Mönchengladbach würde er zum Beispiel die Gewerbesteuer deutlich anheben und höhere Ausschüttungen von der Stadtsparkasse fordern. Als Landespolitiker will er gegen Lohndumping und sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverhältnissen vorgehen. Das größte Problem sei die soziale Ungerechtigkeit, und die habe sich unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft noch verfestigt, behauptet Schultz. 

Quelle: RP
 
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