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Radsportevent
Das müssen Sie zur Tour de France in Gladbach wissen

Tour de France 2017 in Mönchengladbach: Das müssen Sie wissen
Auf der Karte sind die besonderen Sperrbereiche in rot gekennzeichnet. FOTO: Stadt Mönchengladbach
Mönchengladbach. Am 2. Juli findet das größte Radsportevent der Welt auch in Mönchengladbach statt. Was Sie zu Straßensperrungen, Halteverboten und Rahmenprogramm wissen sollten, haben wir hier für Sie zusammengefasst.  Von Sabine Kricke und Maximilian Krone

Kaum hat sich die Aufregung um die Sperrungen beim Santander-Marathon gelegt, müssen sich die Gladbacher auf das nächste sportliche Großereignis einstellen. Wo beim Marathon die Teilnehmer lediglich zehn Kilometer durchs Stadtgebiet liefen, führt die Strecke der Tour de France 20 Kilometer durch ganz Mönchengladbach. Neben einem bunten Rahmenprogramm und dem eigentlichen sportlichen Ereignis wird es zahlreiche Straßensperrungen und Einschränkungen geben. Im Zentrum der Planungen stehen auch die Sicherheitsvorkehrungen – besonders nach den Anschlägen in London, Berlin und beim Marathon in Boston.

Sperrungen

Grundsätzlich ist die gesamte Strecke am Sonntag, 2. Juli von 8 bis gegen 18 Uhr gesperrt. Bis 10 Uhr können noch vier Querungen genutzt werden. Diese befinden sich an der Korschenbroicher-/Volksbadstraße, der Rheydter/ Hof- und Brunnenstraße, der Wickrather- / Berliner Straße und Reststrauch/ Geistenbecker Ring. Die Bismarckstraße wird bereits am Samstag, 1. Juli (ab 16 Uhr) komplett gesperrt. Dort sind zudem auch die Anreinerstraßen betroffen, die abgeriegelt werden. Von der Tour ist auch die A61 betroffen. Die Zu- und Abfahrt Wickrath ist am Tag der Tour von 7 bis 20 Uhr gesperrt. Die Abfahrt Güderrath ist befahrbar, die Weiterfahrt in Richtung Wickrath ist jedoch nicht möglich.

Die zweite Etappe der Tour de France 2017

Halteverbote 

Entlang der gesamten Strecke gilt ab Samstag, 1. Juli (18 Uhr) bis zum Sonntag, 2. Juli (gegen 18 Uhr) ein Halteverbot. Davon betroffen sind stadtweit rund 3500 Parkplätze. Bereits am Dienstag wurde damit begonnen, betreffende Anwohner zu informieren, erste Hinweisschilder werden seit gestern aufgestellt. Die Halteverbotsschilder folgen dann eine Woche vor dem Event. Das Ordnungsamt bittet die Anwohner, ihre Autos frühzeitig am Samstag umzuparken. An diesem Tag wird ab 19 Uhr ein Lautsprecherwagen die Strecke abfahren, um noch mal auf das Halteverbot aufmerksam zu machen. In den frühen Morgenstunden des Tour-Tags werden Mitarbeiter des Ordnungsamtes und des Abschleppdienstes die Strecke abfahren und noch geparkte Autos abschleppen, sofern der Besitzer nicht erreicht werden kann. Ein generelles Halteverbot gilt aus Sicherheitsgründen für Campingwagen entlang der kompletten Strecke. Als Teilausgleich der wegfallenden Parkplätze kann am Sonntag zum Teil auch auf Schulhöfen geparkt werden.

Nahverkehr

Die Stadt richtet am Tour-Tag einen Shuttleservice für Besucher ein. Mit Bussen bringt die NEW Besucher von Parkplätzen am Borussia-Park zur Mittelstraße nach Rheydt und zur Aachener Straße nach Gladbach. Parkplätze und Shuttle sind kostenfrei. Am 2. Juli werden zudem mehr Busse eingesetzt, der geänderte Fahrplan mit allen Informationen ist ab dem

19. Juni auf der Homepage der NEW zu finden. Wegen der Sperrung der Bismarckstraße fahren Buslinien im Bereich Bismarckstraße/-platz bereits ab Samstag, 15 Uhr, Umleitungen. Von den Sperrungen sind neben dem ÖPNV zum Teil auch Radfahrer betroffen, die die Strecke nicht kreuzen können. Gleiches gilt für Fußgänger, etwa an der Bismarckstraße. Für Fahrräder gibt es entlang der Strecke extra Stellplätze, auch an den beiden Radstationen am Hauptbahnhof und am Bahnhof Rheydt können die Zweiräder kostenfrei abgestellt werden.

Sicherheit

Das Sicherheitskonzept befindet sich noch in der finalen Abstimmung. Der Großteil steht aber bereits. Rund um die Bismarckstraße finden bereits in den vorgelagerten Straßen Taschenkontrollen statt. Zudem wird es sogenannte Lkw-Sperren geben, deren genaue Position aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben wird. In den gesperrten Nebenstraßen geparkte Autos dürfen am Tour-Tag nicht mehr bewegt werden. Das Campen entlang der gesamten Strecke ist nicht erlaubt. Polizei und Sicherheitsdienst sind mit verstärktem Aufgebot vor Ort. Wegen der hohen Geschwindigkeit des Fahrerfeldes während der Sprintwertung auf der Bismarckstraße wird der Bereich mit speziellen Zäunen eingegittert, um die Sicherheit der Besucher und der Fahrer zu gewährleisten. Über zwei geöffnete Querungen entlang der Strecke ist es den Einsatzkräften zudem möglich, bei Notfällen auf die Strecke zu gelangen.

Zuschauerplätze

Der Bereich, an dem die Sprintetappe rechts und links der Rathenau- und Bismarckstraße entlang geht, wird in insgesamt 14 verschiedene Blöcke eingeteilt. Dort sollen etwa 20.000 Besucher Platz finden. In jedem einzelnen Block darf nur eine begrenzte Anzahl Zuschauer das Spektakel beobachten. Der Zugang wird nur mit einem Bändchen in der jeweiligen Farbe möglich sein. Diese Zugangsbändchen erhält man erst am 2. Juli vor Ort an den Kontrollstellen der jeweiligen Blöcke. Ist der einzelne Block voll, so gibt es keinen Zutritt mehr. Auch das Wechseln von Block zu Block ist während der Veranstaltung nicht möglich. Wer jedoch ein Bändchen hat, kann seinen Bereich frei verlassen und wieder betreten.

Unter tourfieber.de finden Besucher im Internet eine Web-App, mit der in Echtzeit die wichtigsten Informationen zur Besucherführung rund um die Sprintstrecke mobil abgerufen werden können. Inbegriffen ist auch eine Ampel, die anzeigt, wie voll die Blöcke sind.

In Richtung der Kaiser-Friedrich-Halle wird der Gehwegbereich an der Bismarckstraße rechts größer sein als an der linken Straßenseite. Rechts, also von Block 1 bis 6, dürfen sich Besucher mit Rollatoren und Kinderwagen aufhalten. Hunde, Fahrräder und Rollstühle sind dort ausdrücklich verboten. An der linken Seite, also 7 bis 14, sind nur Fußgänger erlaubt – keine Hunde, Fahrräder, Rollatoren, Rollstühle oder Kinderwagen.

Für Rollstuhlfahrer wird ein abgesperrter Bereich eingerichtet. Hier ist jedoch eine Voranmeldung notwendig. Betroffene können sich unter Lena.Paschmanns@mgmg.de oder unter folgender Telefonnummer anmelden: 02161 252406.

Für weitere Fragen und aktuelle Infos hat die Stadt zudem eine Hotline eingerichtet, die ab Donnerstag, 8. Juni, erreichbar sein wird. Telefon: 02161 252017.

Rahmenprogramm

Die Stadt richtet drei Hot Spots ein, an denen Besucher von 10 bis 18 Uhr neben der Sicht auf die Rennstrecke auch ein buntes Rahmenprogramm erleben können. An allen Hot Spots wird es LED-Großbildleinwände geben, auf denen das gesamte Rennen vom Start in Düsseldorf bis zum Ziel in Lüttich verfolgt werden kann. Eine weitere Leinwand wird in Höhe der Sprintwertung am Bismarckplatz/Kaiserstraße stehen.

Der erste Hot Spot befindet sich an der Kaiser-Friedrich-Halle, unmittelbar vor der ersten Sprintwertung. In Verbindung mit dem Niederrheinischen Radwandertag steht hier das Programm besonders unter dem Motto Radfahren. Für Besucher gibt es Informationsstände, ein Musikprogramm, Kulinarisches und einen Fahrradparcours für Kinder. Auch der VIP-Bereich befindet sich in der Kaiser-Friedrich-Halle. Von den Balkonen des Bereichs soll man einen besonders guten Blick auf das sportliche Geschehen haben. Ein weiterer Hot Spot liegt am Tellmannplatz in Rheydt. Dort steht das vom City Management geplante Rahmenprogramm vor allem unter dem Motto Frankreich. Kulinarische Spezialitäten sollen französisches Flair vermitteln.

Für Familien eignet sich besonders der dritte Hot Spot am Wickrather Marktplatz. Von 10 bis 18 Uhr gibt es dort ein buntes Programm vor allem für Kinder: Mehrere große Hüpfburgen sollen hier für Spaß bei den Kleinen sorgen. Für Kulinarisches und einen guten Blick auf die Strecke sowie auf eine LED-Leinwand ist auch hier gesorgt.

Am gleichen Tag soll es in der Innenstadt einen verkaufsoffenen Sonntag geben. Wie viele Geschäfte sich daran beteiligen werden, steht allerdings nicht fest. Rheydt und Odenkirchen wollen auf diesen verkaufsoffenen Sonntag verzichten. Und auch das Gladbacher Citymanagement, in dem viele Geschäftsleute im Citybereich organisiert sind, hat kein großes Interesse an diesem verkaufsoffenen Sonntag.

Das ist der Streckenverlauf durch Mönchengladbach

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