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Mönchengladbach
Tour de France durch beide Innenstädte

Mönchengladbach: Tour de France durch beide Innenstädte
Bürgermeister Michael Schroeren (li.) und Peter Schlipköter von der MGMG waren gestern bei der Streckenverkündung in Paris vor Ort. FOTO: MGMG
Mönchengladbach. Bei der Präsentation der Strecke gestern in Paris spielte Mönchengladbach wegen der ersten Sprintwertung eine besondere Rolle. Die Route soll am 2. Juli durch Gladbach, Rheydt und Wickrath, aber nicht zum Borussia-Park führen. Von Ralf Jüngermann

Düsseldorf. Gladbach. Lüttich. So führt die zweite Etappe der Tour de France am 2. Juli. Und genau so wurde sie auch gestern vor über 4000 Offiziellen und Journalisten in Paris vorgestellt. Dass Mönchengladbach - anders als Städte am Wegesrand wie Meerbusch oder Neuss - gestern ausdrücklich erwähnt wurde, hängt damit zusammen, dass hier die erste Sprintwertung der Tour sein wird. Das sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit im Tour-Zirkus. "Die Entscheidung, sich um eine Sprint-Wertung zu bemühen, war genau richtig", sagte Peter Schlipköter gestern nach der Streckenpräsentation. Der Geschäftsführer der Marketinggesellschaft war mit Bürgermeister Michael Schroeren in Paris dabei. Nicht zuletzt, um den Kontakt zu den Tour-Verantwortlichen zu vertiefen.

Derweil zeichnet sich immer klarer ab, was die Radsport-Elite, noch wichtiger für die Stadt aber die Fernseh-Zuschauer, von Mönchengladbach zu sehen bekommen werden. Die Strecke soll durch die Gladbacher City und die Rheydter City und über Wickrath führen. Das soll für Bilder mit Wiedererkennungswert sorgen, auch von beiden Schlössern. "Die möglichst lange Strecke durch die Stadt ist auch im Sinne der Veranstalter", sagt Schlipköter. Die Stadt profitiere so noch mehr, als wenn die Strecke wie ursprünglich geplant zum Borussia-Park führen würde.

Fotos: Pressekonferenz zum Tour Start 2017 in Düsseldorf FOTO: dpa, mjh fdt

Logistisch ist das nun deutlich längere Tour-Stück eine Herausforderung für die Stadt. Denn sie ist für die Absperrungen entlang der Strecke verantwortlich. Die zweite Etappe soll von Düsseldorf, wo die Tour tags zuvor auch startet, über Meerbusch, Neuss, Kaarst, Mönchengladbach und wahrscheinlich Aachen zum Etappenziel Lüttich führen.

"Dieses Event ist nach der Hockey-Weltmeisterschaft und der Frauenfußball-WM eine Riesenchance für die Sportstadt Mönchengladbach. Jetzt liegt es an uns, auch richtig was daraus zu machen", sagte Bürgermeister Michael Schroeren der RP. Es gehe nicht nur darum, möglichst viele Mönchengladbacher dazu zu bringen, sich die Tour de France live anzuschauen. Die Stadt wolle mit dem Großereignis auch Begeisterung fürs Radfahren wecken. So ist unter anderem ein großes Familien-Radfahren auf der original Tour de France-Route geplant. Der Tourtag soll dann zum Großevent werden. Wer an der Strecke steht, kann mit allerlei Gimmicks rechnen, die von Fahrzeugen, die vor dem Tross herfahren, verteilt werden. Auf www.tourfieber.de soll es künftig aktualisierte Informationen zum Tourtag 2. Juli geben. Außerdem sollen dort Events zum Thema Rad in den kommenden Monaten und Radtouren aufgeführt werden. Aktuell ist die Seite noch im Aufbau und verweist auf zurückliegende Veranstaltungen.

Fotos: "Tour de France - Das goldene Zeitalter" FOTO: Presse Sports

Weiterer Bericht: Hauptsport

Quelle: RP
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