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Mönchengladbach
Trickbetrüger geben sich als Gladbacher Polizisten aus

Mönchengladbach. In zwei Fällen konnten Seniorinnen in ihrem Display Telefonnummern des Polizeipräsidiums sehen, die manipuliert worden waren.

Die Polizei in Viersen warnt vor Anrufern, die sich als Beamte der Kriminalpolizei aus Mönchengladbach ausgeben, um sich das Vertrauen der Angerufenen zu erschleichen. Am vergangenen Mittwoch rief ein falscher Polizist bei zwei Seniorinnen im Kreis Viersen an. Er erklärte in einem Fall, man habe Tatverdächtige gefasst, wisse, dass die Angerufene über Sparbücher und Schmuck verfüge, und man wolle nun zwei Beamte vorbeischicken. Ähnlich ging der Tatverdächtige bei dem zweiten Anruf bei einer weiteren Seniorin aus dem gleichen Gebiet vor. Vermutlich wollte der Anrufer sich oder seinen Mittatverdächtigen Zugang zu den Wohnungen der angerufenen Seniorinnen verschaffen, um sie dann zu bestehlen. Bei beiden Anrufen ließen sich die älteren Damen (76 und 67 Jahre alt) nicht auf das Gespräch mit dem vermeintlichen Kripobeamten ein.

In beiden Fällen konnten die Angerufenen Telefonnummern des Polizeipräsidiums Mönchengladbach ablesen. Dies erreichen die Betrüger durch sogenanntes Call-ID-Spoofing. Mit dieser Methode kann man erreichen, dass jede gewünschte Rufnummer bei den Angerufenen angezeigt werden kann.

Die Polizei warnt daher: "Verlassen Sie sich also nicht auf die auf Ihrem Display angezeigte Rufnummer, denn eine angezeigte ,richtige' Polizeinummer im Telefondisplay ist keine Sicherheit! Überprüfen Sie die angezeigten Rufnummern und machen Sie die angeblichen Polizisten über die Telefonzentralen der Behörden ausfindig bzw. decken Sie so ein Spoofing auf." Im Zweifel sollte über die Notrufleitung 110 anrufen.

(gap)
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