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Mönchengladbach
Ultimo investiert in seinen Flagship-Store

Mönchengladbach. Seit genau 20 Jahren gibt es die Ultimo Fashion Group. Zum runden Geburtstag wurde die Filiale an der Künkelstraße modernisiert, ein großes Sommerfest soll folgen. Ein Besuch bei der Firma, die längst auch mit eigener Mode Erfolge feiert. Von Jan Schnettler

Zum 20. Geburtstag kann man sich ja mal was gönnen. Einen sechsstelligen Betrag investiert die Ultimo Fashion Group, um ihre Filiale in den Boetzelen-Höfen an der Künkelstraße zu modernisieren. "Es gibt ein neues Licht- und Bodenkonzept, neue Wände", sagt Geschäftsführer Hans H. Schmitt. "Außerdem wird der Eingang verlegt, um den Zutritt zu erleichtern." Ferner werde es neue Marken wie Napapijri und Bugatti im Outlet geben. "Wir wollen die Waren- und Markensituation dem Zeitgeist anpassen", sagt Schmitt. Das heißt: Das Segment "Haka", also Herren- und Knaben-Oberbekleidung, wird ausgeweitet - und es soll ein wenig mehr als bisher in Richtung Berufsbedarf, vulgo "Anzugträger", gehen. Am Donnerstag wird das Outlet neu eröffnet, der Umbau fand im laufenden Betrieb statt. Ende August soll es zusätzlich ein großes Geburtstags-Sommerfest für Kunden und Lieferanten geben.

1996 wurde Ultimo gegründet - die beiden Textilingenieure Yasin Safak und Thomas Engel hatten beide an der Hochschule Niederrhein studiert und sind bis heute Geschäftsführer sowie zu gleichen Teilen Inhaber. Ihre Geschäftsidee: Designer-Markenware aus Überlagern preisgünstig aufzukaufen und über einen selbst geführten Einzelhandel zu vertreiben. Ab 2008 kam als zweites Standbein die eigene Marke Milano Italy hinzu - mit mittlerweile 1000 Kunden im gehobenen Facheinzelhandel, strategisch wichtig platziertem Showroom an der Kaiserswerther Straße in Düsseldorf sowie eigener Produktion hauptsächlich in der Türkei. Mittlerweile betreibt die Ultimo Fashion Group über die verschiedenen Marken hinweg 14 Filialen in Deutschland. Zwei sind in Gladbach: Neben dem "Flagship-Store" an der Künkelstraße ist man noch in Rheydt an der Stresemannstraße vertreten.

Geburtstag feiert allerdings Ultimo, das mit dem Outlet-Konzept groß geworden ist. Und damit gut fährt. "Mit unseren Quadratmeter-Umsätzen hier in Eicken wären 90 Prozent aller Einzelhändler in Mönchengladbach sehr zufrieden", sagt Schmitt. 6000 Kunden habe man allein im Stadtteil. Von diesem, von der Lage mit der Parkplatzsituation sowie den Räumlichkeiten in der ehemaligen Weberei und Spinnerei Boetzelen sei man überaus überzeugt. 600 Quadratmeter ist die Retail-Fläche groß; alle Shops kommen zusammen auf über 10.000. Rechnet man Zentrallager und Verwaltung dazu, hat Ultimo in Eicken über 5000 Quadratmeter angemietet - und das langfristig. Die Verträge laufen bis Mitte der 2020er. 15 Angestellte arbeiten im Shop, am Standort Eicken insgesamt 70. Konzernweit beschäftigt Ultimo 150 Mitarbeiter.

Einen "mittleren zweistelligen Millionenbetrag" erwirtschafte das Unternehmen im Jahr, wobei der mit 70 Prozent deutlich größere Umsatzbringer allerdings der Vertrieb der Eigenmarke Milano Italy sei. Das läuft im Wesentlichen über Mode- und Kaufhäuser wie Peek & Cloppenburg oder Sinn Leffers sowie manche Auslandsvertretung, wohingegen das Düsseldorfer Breuninger-Haus ein Ziel bleibe. Was den Outlet-Bereich angeht, sei es hingegen nicht die Absicht, "in jeder Stadt einen Laden aufzumachen. Wir gehen da eher handverlesen vor", sagt Schmitt. Maximal ein neues Geschäft pro Jahr solle hinzukommen, "die Fremdenverkehrsgebiete in Süddeutschland sowie an der Ostsee sind da sehr interessant". Einen zusätzlichen Shop im Minto hingegen habe man nie ernsthaft in Erwägung gezogen: "Wir sind in Gladbach, speziell hier in Eicken, einfach schon extrem gut positioniert."

Quelle: RP
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