| 00.00 Uhr

Mönchengladbach
Umweltaktivsten ketten sich im Braunkohletagebau an

Mönchengladbach: Umweltaktivsten ketten sich im Braunkohletagebau an
Die Sitzblockade der Umweltaktivisten zum Skywalk in Jackerath am Samstag wurde von Polizisten aufgelöst. FOTO: Hans Peter Reichartz
Mönchengladbach. Zwei Gruppen von Klima-Aktivisten haben es am Samstag in den Tagebau Garzweiler II geschafft. Laut Polizei waren die Braunkohlegegner ab 5.45 Uhr in kleineren Gruppen in das Tagebaugelände eingedrungen. Drei Aktivisten hatten sich an Förderbändern angekettet, die nicht im Betrieb waren.

Beamte einer technischen Spezialeinheit lösten sie von den Ketten. Ebenfalls am Samstag hob die Polizei eine Sitzblockade von 25 Aktivisten auf der L 241 in Richtung Auffahrt zur 61 auf.

Seit einer Woche haben Umweltaktivisten ihr Klimacamp in der Nähe des Tagebaus Garzweiler aufgeschlagen, um mit verschiedenen Aktionen und Mahnwachen unter anderem in Wanlo für den sofortigen Ausstieg aus dem Braunkohleabbau zu demonstrieren. Obwohl die Polizei 23 Umweltschützer wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch in Gewahrsam nahm und gegen zwei Strafanzeige unter anderem wegen Widerstand und Körperverletzung erstattete, wird die Veranstaltung bis jetzt als "weitestgehend friedlich" bezeichnet.

Am Samstagmorgen war ein Demonstrationszug mit etwa 50 Teilnehmern vom Erkelenzer Gebiet in Richtung Tagebau-Aussichtspunkt Mönchengladbach-Wanlo gestartet. Nach einer Mahnwache dort wollten die Aktivisten weiter nach Jüchen über Hochneukirch ziehen. Wegen der Hitze unterbrachen viele Demonstranten ihren Protest aber vorzeitig.

Insgesamt war die Polizei mit rund 1000 Beamten im Einsatz.

(spa/gala)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mönchengladbach: Umweltaktivsten ketten sich im Braunkohletagebau an


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.