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Mönchengladbach
Vandalen erschweren Bauarbeiten

Mönchengladbach: Vandalen erschweren Bauarbeiten
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Mönchengladbach. Der Bau des 15 Millionen Euro teuren Regenrückhaltebeckens in Rheydt-Geneicken schreitet mit großen Schritten voran. Spätestens 2016 soll es fertiggestellt sein. Der Niersverband ärgert sich über Vandalismus auf dem Areal. Von Sebastian Bergmann

Seit Anfang März rollt wieder schweres Gerät auf Gladbachs größter Baustelle: dem Hochwasserrückhaltebecken in Geneicken. Monatelang lagen die Arbeiten dort zuvor auf Eis, weil der Boden zu nass war. Länger als geplant soll der Bau des riesigen Regenbeckens deswegen aber nicht dauern. Frühestens Ende 2015 und spätestens Anfang 2016 soll das Projekt abgeschlossen sein. "Damit liegen wir im Zeitplan", sagt Margit Heinz vom zuständigen Niersverband. Für Ärger sorgen aber einige Unverbesserliche, die die Arbeiten durch mutwilligen Vandalismus und Missachtung von Vorschriften erschweren.

Anfang 2013 hatten die Arbeiten auf dem 23 Hektar großen Areal zwischen Bresgespark und Schloss Rheydt begonnen. Das Hochwasserrückhaltebecken entsteht, um die Niers bei starken Regenfällen zu entlasten und Überschwemmungen zu vermeiden. Rund 200.000 Kubikmeter beträgt das angepeilte Stauvolumen des Projektes. Der festgelegte Kostenrahmen von 15 Millionen Euro soll laut Auskunft des Niersverbandes nicht überstiegen werden.

"Die Wegeführung wird wahrscheinlich schon im Sommer fertiggestellt sein. Wir bemühen uns, die Wege dann zumindest teilweise wieder frei zu geben", sagt Margit Heinz vom Niersverband. Dazu müssten jedoch noch Gespräche mit der Stadt Mönchengladbach insbesondere über die Verkehrssicherungspflicht geführt werden. Heinz: "Ganz entscheidend wird sein, inwiefern uns die Bevölkerung dabei unterstützt. Wir haben es leider gerade auf dieser Baustelle mit einer häufigen Missachtung der dort ausgesprochenen Verbote zu tun." So soll zum Beispiel das Verbot des Betretens der Baustelle selbst nach Aufforderung durch Bauarbeiter mehrfach absichtlich missachtet worden sein.

Weitere Probleme seien die mutwillige Zerstörung von Anlagenteilen und Baugeräten, der Diebstahl von Kraftstoff, Maschinen und Materialien sowie teilweise auch Vandalismus an bereits fertiggestellten Abschnitten. Laut Auskunft des Niersverbandes wurden wiederholt Absperrungen innerhalb der Einzäunung vor das Stauwehr in die Niers geworfen, was für die Gewässerunterhaltung einen erhöhten Aufwand bedeutet und zudem den freien Abfluss der Niers gefährdet.

Bis auf diese unerfreulichen Zwischenfälle laufen die Arbeiten allerdings wie geplant. Archäologische Ausgrabungen mitten im Beckenraum, die die Bautätigkeiten seit Beginn begleiteten, wurden bereits im Juli 2014 beendet. Die wissenschaftliche Auswertung der Funde läuft derzeit noch. Der Brückenübergang über die Niers soll frühestens im Sommer geöffnet werden.

Vorher muss die Geneickener Regenentwässerung an den bereits fertiggestellten Teil des neuen Ableiters angeschlossen werden, was technisch sehr anspruchsvoll ist und nicht zuletzt trockenen Wetters bedarf. Erst dann kann die Anbindung der Heppendorfstraße an die Niersbrücke erfolgen. Die Dämme um das Hochwasserrückhaltebecken sind bereits fertiggestellt, das Nierswehr - das das Wasser stauen soll - und die Niersbrücke sind ebenfalls bald fertig. Es fehlen noch die Maschinen- und Elektrotechnik.

Umzäunt werden soll das Regenrückhaltebeckens laut aktuellem Planungsstand mit einem Weidezaun. Dieser soll dann so aufgestellt werden, dass er die Dammkrone nicht überragt. Die Zugänge zum Beckenraum, von wo aus die Anlage gewartet wird, sowie zu abgesperrten Bereichen erhalten leichte Gittertore.

Ein Infocontainer des Niersverbandes, der an der Ritterstraße kurz vor der Niersbrücke rechts seinen Platz hat, wird ab sofort wieder einmal im Monat besetzt sein. Dort erhalten Anwohner und Interessierte jeweils in der Zeit von 14 bis 16 Uhr an folgenden Terminen zusätzliche Informationen und können Fragen stellen: Mittwoch, 29. April, Donnerstag, 28. Mai, und Donnerstag, 25. Juni.

Quelle: RP
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