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Mönchengladbach
Venner Schützen sammeln für Pfarrkirche

Mönchengladbach. Die St. Josef-Bruderschaft Venn feierte Schützenfest und sammelte für die Renovierung der Kirche. Mit dabei waren auch Gäste aus Viersen. Am Straßenrand war es rappelvoll und alle feierten mit. Von Christian Lingen

Blickt man einmal auf die vergangenen Jahre zurück, dann war das Schützenfest der St. Josef-Bruderschaft Venn in diesem Jahr ein echter Ausnahmefall. "Normalerweise sind es zwischen 30 und 40 Grad heiß, wenn die Venner Schützenfest feiern. Ich bin froh, dass es dieses Mal anders ist", bemerkte auch Bezirksbundesmeister Horst Thoren beim Empfang im Pfarrgarten. Weil es erst nach der Parade einige Tropfen regnete, war bestes Schützenwetter geboten. Da passte es besonders gut, dass der Venner Zug sehr bunt ist und viele verschiedene Uniformen zu bieten hat. König Christian Tschöke freute sich, dass neben den Gastbruderschaften aus benachbarten Stadtteilen auch zwei gekommen waren, die er extra eingeladen hatte.

"Durch berufliche Verbindungen kenne ich die beiden Bruderschaften aus Bockert und Ompert", erzählte die Majestät. Beide liegen auf Viersener Stadtgebiet, aus dem nur recht selten Gastbruderschaften bei den Mönchengladbacher Schützenfesten mit dabei sind. Insgesamt findet Schützenkönig Christian Tschöke das Schützenfest sehr spannend. "Als König lernt man neue Leute kennen, das ist eine klasse Sache", verriet er. Beim Königsball überraschten ihn Mitglieder aus der Honschaft Winkeln mit einem Auftritt. Seine Erwartungen an das Schützenfest seien bei Weitem übertroffen worden.

Den Gottesdienst vor der Parade gestaltete Pfarrer Horst Straßburger. In seiner Predigt ließ er sich von einem Zeitungsartikel inspirieren, wie er sagte und so sprach er über die Kirche als Ort der Freude. Die Kirche war so rappelvoll, dass nicht alle einen Platz fanden und daher stehen mussten. Weil ein Bestandteil des Schützenwesens der Glaube ist, richtete sich die Kollekte an die Renovierung der Kirche. Und wer genau hinschaut, der sieht auch warum. Überall bröckelt der Putz und hier und da platzt Farbe ab. So voll wie im Gottesdienst war es auch beim Empfang im Pfarrgarten. Traditionell kommen jede Menge Gäste nach Venn, um mit den Schützen zu feiern. Dieses Mal war auch wieder der Schützenbruder Hans Esser dabei. Er erhielt den Orden für 60 Jahre Mitgliedschaft, den er bereits vor zwei Jahren bekommen sollte. Damals war er nicht anwesend.

Dass ganz Venn mitfeierte, wurde schließlich bei der Parade überdeutlich. Die Gehwege platzten aus allen Nähten und in jedem Fenster und auf jedem Balkon standen Venner und bewunderten die tolle Parade, bei der vor allem eine Gruppe kleiner Mädchen mit Sonneblumen für Entzücken sorgte.

Quelle: RP
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