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Mönchengladbach
Verkehrsgefahren online melden

Mönchengladbach: Verkehrsgefahren online melden
Auch unerlaubtes Parken - wie auf einem Behindertenparkplatz - darf gemeldet werden. FOTO: arfi
Mönchengladbach. Die Ordnungsbehörden haben ein Internetportal veröffentlicht, über das Bürger Beschwerden an die Stadt oder die Polizei einreichen können. Von Andreas Gruhn

Wer der Polizei oder der Stadt Gefahren im Straßenverkehr melden möchte, hat es künftig leichter: Seit dieser Woche ist das Internet-Portal www.unfallfrei-sei-dabei.de online, über das Bürger mittels eines Formulars Missstände an die Mönchengladbacher Ordnungsbehörden schicken können - inklusive Fotos. "So können Polizei und Ordnungsamt den Verkehr auf den Straßen der Stadt besser und gezielter überwachen", heißt es in dem Portal. Verkehrsexperten von Polizei und Ordnungsamt werten die Eingaben aus und entscheiden dann, was sie tun können.

Das kann über das Portal gemeldet werden: Wenn in der Straße ständig zu schnell gefahren wird, wenn Gehwege oder Radwege zugeparkt werden sowie Gefahren an Kitas und Schulen, irreführende Verkehrsschilder und weitere Gefahrenstellen im Straßenverkehr. Strafanzeigen können über das Portal nicht erstattet werden, auch ein Notruf kann darüber nicht abgesetzt werden. Anonyme Meldungen sind nicht möglich. Wer das Formular ausfüllt, muss seinen Namen, postalische Adresse und E-Mail-Adresse eingeben.

Diese Meldungen haben Bürger auch schon früher an die Stadt schicken können, telefonisch, per Mail oder per Brief. "Dieses Portal fasst jetzt online das zusammen, was es schon gab", sagt der zuständige Ordnungsdezernent Matthias Engel (SPD). Es ist bei Bürgern inzwischen durchaus beliebt geworden, Falschparker und andere Verkehrssünder zu melden. Im vergangenen Jahr bearbeitete die Stadt insgesamt 130.000 Verfahren im ruhenden Verkehr, wie es im Fachjargon heißt. 2000 Meldungen kamen von Privatleuten. Auch über die umstrittene App Wegeheld werden der Stadt Verstöße gemeldet. Im Monat sind das rund 80 Meldungen. "Jeder Meldung wird nachgegangen", sagt Engel. Allerdings nur dann, wenn sie nicht anonym ist. Nötig seien immer ein Foto und ein Zeuge, der auch namentlich benannt wird. So ist es zum Beispiel auch auf den Knöllchen, die die städtischen Ordnungsamtsmitarbeiter Falschparkern zuschicken. "Wenn man sieht, dass jemand verkehrsgefährdend parkt, dann darf man ruhig tätig werden. Das ist Teil unserer sozialen Stadtgemeinschaft", sagt Engel. "Es geht nicht darum, Geld einzunehmen."

Engel betont, dass es dabei auch nicht ausschließlich um die Überwachung des ruhenden Verkehrs geht. "Mit diesem neuen Angebot können wir die Kommunikation mit den Bürgern zum Thema Verkehrssicherheit erleichtern und gleichzeitig unsere Zusammenarbeit effizienter gestalten", sagt Polizeipräsident Mathis Wiesselmann in einer Mitteilung der Stadt.

Quelle: RP
 
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