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Mönchengladbach
Versteckte Schönheiten

Mönchengladbach. Am 11. September ist Tag des offenen Denkmals. Zu entdecken gibt es nicht nur Steinaltes. Von Ludwig Krause

Ein bisschen versteckt liegt er schon. So versteckt, dass selbst Ur-Gladbacher ein wenig staunen, wenn sie davor stehen: Der Pavillon hinter dem ehemaligen Schülerinnenwohnheim des Maria-Lenssen-Berufskollegs. Jetzt aber kommt der klassizistischen Bau aus dem 19. Jahrhundert groß raus. Er ist eine der versteckten Schönheiten, die die Stadt am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September, dem Publikum näher bringen möchte.

Dieses Jahr ist vor allem Rheydt der Mittelpunkt des internationalen Aktionstages in Mönchengladbach. "Wir haben gerade dort eine Reihe von historischen und städtebaulich interessanten Bauten, bei denen es sich unbedingt lohnt, diese stärker ins Bewusstsein zu holen", sagt Miriam ten Busch, Leiterin des Fachbereichs Bauordnung und Denkmalschutz. 29 Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren mit Unterstützung von Land, Bund und EU in die Entwicklung der Rheydter Innenstadt investiert. Zu den Vorzeigeprojekten gehören der neue Marktplatz zwischen Rathaus und Evangelischer Hauptkirche, das Pahlkebad und der Altbau des Maria-Lenssen-Berufskollegs.

Um jeweils um 11, 13 und 15 Uhr finden einführende Vorträge statt. Treffpunkt ist das ehemalige Schülerinnenwohnheim des Maria-Lenssen-Berufskollegs. Nach den Vorträgen können sich Interessierte anhand einer Info-Broschüre auf den Weg durch die Innenstadt machen. Erste Station ist ein dabei eben jener wenig bekannte Pavillion, von dort führt der Weg unter anderem zum Pahlkebad. "Das Bad stellt eine Architekturikone des 20. Jahrhunderts dar", sagt Karl-Heinz Schumacher, Leiter der Unteren Denkmalbehörde, der gemeinsam mit seiner Kollegin Gabriela Cancian das Programm erarbeitet hat.

Neben dem Rundgang gibt es auch weitere Angebote am Denkmaltag: Von 11 bis 14 Uhr werden Führungen durch das St. Kamillus-Kolumbarium in Dahl angeboten. An der südwestlichen Stadtgrenze nach Erkelenz führen Vereinsmitglieder in der Zeit von 11 bis 16 Uhr durch die historische Schriefersmühle, Um die Themen Friedhofs- und Bestattungskultur geht es bei einer Führung ab 10.30 Uhr auf dem Evangelischen Friedhof in der Nordstraße. Um 13 Uhr hält Pfarrer Olaf Nöller einen Vortrag zum Thema: "Die Geschichte der Grabkultur als Anfrage an den modernen, friedhofscheuen Menschen". Und auf dem Friedhof Preyerstraße in Rheydt wird um 15 Uhr eine Führung zu Fabrikantengrabstätten, zu Gräbern von Sinti und Roma angeboten. Treffpunkt ist am Hochkreuz/Gräberfeld für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter.

Weitere Informationen im Internet: www.moenchengladbach.de

Quelle: RP
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