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Mönchengladbach
Viel Applaus für Gospelprojekt

Mönchengladbach. Mihkel Kütsons "Gospel goes Classic" ging an die Kapazitätsgrenzen des Saals.

"Think Big!" (auf Deutsch: groß denken!) - das raten Unternehmensberater gerne Firmeninhabern, wenn die ein neues Produkt mit verheißungsvollen Marktchancen in den Handel bringen wollen. Ähnlich hielt es Generalmusikdirektor Mihkel Kütson, als er beschloss: "Wir machen mal ein Gospelkonzert - aber ein richtig großes!"

So kam es jetzt im Theater zu "Gospel goes Classic": Der Saal war ausverkauft, als ein Riesenaufgebot musikalischer Kräfte ein Programm aus zwölf US-Gospel-Songs und zwei englischen Choralmotetten ebenso kraftvoll wie einfühlsam differenzierend vortrug. Angetan mit bunten Seidenschals füllten zwei Gospelchöre - die "Family of Hope" aus Krefeld und die "Family of Peace Gospel Singers" aus Mönchengladbach - und der Niederrheinische Konzertchor die Bühne aus. Davor fanden die Niederrheinischen Sinfoniker und eine Band nur noch ein wenig beengt Platz: Mehr als 200 Akteure auf und vor der Bühne - das hatte es im Theater zuvor noch nicht gegeben.

Weiteres Novum für ein städtisches Chorkonzert: Außer dem vom Podest aus dirigierenden Mihkel Kütson hielt ein charismatischer Gospel-Experte und Leiter der beiden Gospelchöre, Gabriel ("Gabby") Vealle, die imposante Sängerschaft rhythmisch zusammen. Die musikalische Reise frommer Anbetung führte über 14 Stationen - vom schwungvollen "Hosanna" und dem lyrischen "For Every Mountain" bis zum kantigen Powerstück "Jesus Is".

Die zweite Konzerthälfte startete mit zwei aparten "Anthems", filigranen Chorsätzen des Briten John Rutter. Hier präsentierte der gastgebende Konzertchor in kammermusikalischer Reduzierung seine stimmfarbliche Stärke: reizvolles Pendant zur klanggewaltigen Gospel-Maschinerie, die etwa bei "I will follow Him" aus dem Film "Sister Act" auf Hochtouren lief.

Für feinste Zwischentöne sorgten die aus Hessen angereiste Soul-Röhre Njeri Weth und Gabby Vealle als stilsichere Solisten, die leidenschaftlich gern improvisierten. Bevor das Konzert mit dem rhythmisch gepfefferten "You are Good" seinen Abschluss unter Ovationen fand, gab's mit "Angels" die Uraufführung eines anrührenden Stücks von Njeri Weth.

Quelle: RP
 
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