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Mönchengladbach
Viel Lob und konstruktive Kritik für die RP

Mönchengladbach. Wohl dem, der solche Leser hat! Zum Stand der Mobilen Redaktion auf dem Rheydter Markt kamen viele zum Loben - und mit handfesten Verbesserungsvorschlägen. Die werden wir jetzt angehen. Von Ralf Jüngermann

Ein Oberbürgermeister, ein Bürgermeister, zwei Prinzessinnen - doch die wahren Stars am Samstag am Stand der Rheinischen Post waren die Leser. Das erkannte auch Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann an. "Lauter Lob und richtig konstruktive Kritik. Da wird man als Politikerin fast ein bisschen neidisch", sagte sie, nachdem sie bei ein paar der vielen Gespräche von Lesern mit Chefredakteur Michael Bröcker und dem Leitenden Regionalredakteur Ralf Jüngermann zugehört hatte.

So wie mit Jost und Rea Münstermann begannen viele der Gespräche bei Kaffee und Gebäck. Sie sind seit 50 Jahren Abonnenten und fühlen sich mit "ihrer RP" rundum wohl. "Mein Mann liebt die Zeitung mehr als mich", scherzte Rea Münstermann. Und Irene Flocken versicherte: "Ohne die RP würde das Frühstück einfach keinen Spaß machen." Doch manchmal ärgert sie sich über das, was sie da liest. "Sagen Sie dem Bonin mal, dass er beim Erklären nicht so viele Fremdwörter gebrauchen soll. Das geht doch auf Deutsch!" Machen wir, Frau Flocken. Und dass sie zu manchem unserer Artikel früher das Lexikon daneben gelegt hat und jetzt schnell im Smartphone Begriffe, die sie nicht kennt, ergoogelt, macht uns nachdenklich. Einfacher schreiben - die Botschaft ist angekommen.

"Fragen Sie nach! Bleiben Sie an den kritischen Themen noch enger dran", ermuntert Cora Hillekamp. Alle Kulturtermine der Stadt auf einen Blick wünscht sich Walter Kesel. Erich Bichtemann ärgert sich, wenn durch die Berichterstattung der Eindruck entsteht, dass Straftäter ungeschoren davon kommen - nur weil sie nicht in Untersuchungshaft landen. "Viele wissen das gar nicht und denken, der bekommt gar keine Strafe." Straßennamen und Hausnummern unter jedem Artikel, der auf ein Angebot hinweist. Zu reißerische Bilder auf der Titelseite. Mehr Themen aus der lokalen Wirtschaft. Nicht ganz so viel über Schützen. Mehr aus den Nachbarstädten wie Korschenbroich. Leserbriefe schneller veröffentlichen. Zu viele Fehler. Es war ein ganzer Sack voller Anregungen, den wir vom Rheydter Markt mit in die Redaktion nehmen konnten.

Besonders spannend für uns waren eine Reihe von ganz konkreten Themenanregungen. "Versuchen Sie mal mit einem Rollator über das Pflaster auf dem Rheydter Markt zu fahren", sagte Wilfried Hamacher. "Wissen Sie eigentlich, dass wahrscheinlich nirgendwo in ganz Deutschland anteilig so viele Einwohner Glasfaser genommen haben wie in Buchholz?", fragte Michael Schmitz. Mit den passenden Fotos zu seiner Themenidee für eine historische Geschichte kam Peter Hoeveler an den Stand. Achim Finken rät, noch einmal genau auf die jüngste Entwicklung Rheydts zu schauen. Ernst-Dieter Kuhnert überlegt, ob nicht die alte Idee einer Bundesgartenschau in Mönchengladbach gut in die aktuelle Zeit passen würde. Und Gisela Lüpertz hofft, dass noch was aus der Cable-Car-Idee auf der Hindenburgstraße wird, die sie vor 22 Jahren einmal in einem Leserbrief in der RP vorgeschlagen hat.

Die diskussionsfreudigen Leser bezogen Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, der mit dem Rad aus Windberg nach Rheydt gekommen war, gleich mit ein. "Wo ich Sie gerade sehe", war eine Gesprächseinleitung, die auch Bürgermeister Ulrich Elsen einige Male zu hören bekam. Manch einer kam, um zu erklären, wie er jeden Morgen die Zeitung liest: "Erst die Karikatur von Nik Ebert, dann die Leitartikel und dann die Gladbacher Ausgabe." Viele, wie die frühere Karnevalsprinzessin Birgit Englert, schauten am Stand vorbei, um zwischen den Einkäufen mal schnell "Hallo" zu sagen.

Übrigens: Kontakt zur RP können Sie auch halten, wenn wir nicht auf dem Marktplatz stehen. Lob, Kritik und Anregungen sind uns jederzeit willkommen. Am besten erreichen Sie uns per Mail unter mg@rheinische-post.de oder unter der Telefonnummer 02161 244250.

Quelle: RP
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