| 00.00 Uhr

Mönchengladbach
Vivawest plant 1000 Wohnungen in der Stadt

Mönchengladbach: Vivawest plant 1000 Wohnungen in der Stadt
Nahezu fertig ist das Gebäude an der Schlossstraße in Geneicken. Hier hat Vivawest 48 Mietwohnungen erstellt, sie werden schlüsselfertig von der Fairhome GmbH übernommen. FOTO: Denisa Richters
Mönchengladbach. Das Unternehmen aus Gelsenkirchen ist ein großer Akteur auf dem NRW-Wohnungsmarkt und in Mönchengladbach mit drei Projekten am Start. Geschäftsführerin Claudia Goldenbeld sieht noch mehr Potenzial in der wachsenden Stadt. Von Denisa Richters

Mönchengladbach ist attraktiv - nicht nur für Familien, junge Paare und auch Gutverdiener, die verstärkt aus benachbarten Städten und Kreisen in die Vitusstadt ziehen. Auch für Investoren spielt die 260.000-Einwohner-Stadt eine immer größere Rolle.

Einer, der relativ neu auf dem Gladbacher Markt ist, ist Vivawest. Das Unternehmen aus Gelsenkirchen ist ein großer Akteur auf dem Wohnungsmarkt in NRW, hat landesweit rund 120.000 Wohneinheiten in seinem Bestand. Seit kurzem gehört auch Mönchengladbach fest ins Portfolio. "Die Entscheidung haben wir vor eineinhalb Jahren getroffen", sagt Vivawest-Geschäftsführerin Claudia Goldenbeld. "Mönchengladbach ist eine sehr schöne, attraktive Stadt - und die Metropole am Niederrhein."

Am Vituspark in Dahl übernimmt Vivawest sieben der insgesamt elf Mehrfamilienhäuser. FOTO: Thomas Riehle/Artur Images

Aktuell ist Vivawest mit drei Neubau-Projekten in der Stadt am Start. Als strategischen Partner haben die Gelsenkirchener die Mönchengladbacher Firma Dornieden an der Seite:

  • In Geneicken ist an der Schlossstraße ein fünfgeschossiges Gebäude kurz vor der Fertigstellung. Dort sind 48 Mietwohnungen entstanden, die in drei Monaten schlüsselfertig von der Fairhome GmbH übernommen werden. Bereits Anfang Oktober gab es für 58 Prozent der Wohnungen unterschriebene Vormietverträge.
  • In Dahl entstehen am Vituspark nach dem Entwurf des Mönchengladbacher Architekten Burkhard Schrammen 53 Ein- und elf Mehrfamilienhäuser. Vivawest übernimmt sieben Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 63 frei finanzierten Wohnungen und 5145 Quadratmetern Wohnfläche in die Vermietung. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant.
  • In Eicken hat Vivawest an der Schwogenstraße ein Areal von mehr als 10.000 Quadratmetern erworben. Dort sollen 109 Mietwohnungen und eine Kindertagesstätte entstehen. Nach dem Abbruch der alten Fabrikhallen soll im Herbst der Bau beginnen und zwei Jahre später fertig werden.
Vivawest-Geschäftsführerin Claudia Goldenbeld mit Stadtplanungsdezernent Gregor Bonin FOTO: Denisa Richters

Weitere Projekte sollen folgen. Denn bis zu 1000 Wohneinheiten sieht Goldenbeld in den nächsten Jahren als Potenzial für Vivawest. "Die städtebauliche Qualität in Mönchengladbach gefällt mir", sagt die Geschäftsführerin, das erinnere sie an Münster.

Ein Kompliment, das Stadtplanungsdezernent Gregor Bonin gerne hört. Und das nicht nur, weil Münster seine Geburtsstadt ist. Er hat mit Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und der politischen Mehrheit aus CDU und SPD die wachsende Stadt unter dem Namen "MG+" zum Konzept gemacht. Ein wesentlicher Teil davon ist, die steigende Einwohnerzahlen durch zusätzlichen Wohnraum zu flankieren. Investoren wie Vivawest spielen dabei eine wichtige Rolle. "Wir reden nicht nur darüber, wir bringen durch solche Investitionen Wohnbauprojekte tatsächlich auf die Straße", betont Bonin. Das habe viel mit Imagewandel und Vertrauen in die Stadt zu tun. "Denn das spricht sich rum. Wenn der erste Investor kommt, kommen andere auch."

Das Konzept MG+ geht davon aus, dass Mönchengladbach in den nächsten fünf Jahren um rund 10.000 Einwohner wächst. "Die Ziele dabei sind, die Menschen in der Stadt zu halten oder zurückzugewinnen, die Stadt aber auch innerhalb des Marktes zu stabilisieren", so Bonin. Beim Wohnungsbau stoße man - anders als etwa Düsseldorf - noch nicht an Grenzen. Deshalb sieht er auch nicht die Notwendigkeit, wie in anderen Städten über eine feste Quote den Investoren vorzugeben, wie viel sozial geförderten oder preisgedämpften Wohnraum sie schaffen. Wichtiger seien "maß- und qualitätsvolle Konzepte für die Quartiersentwicklung".

In der Stadt gebe es 70 Prozent Gebäude, die vor 1979 errichtet worden seien und nicht nur unter Energieaspekten modernisiert werden müssten: "Sinnvoll wäre, diese Bestände aufzukaufen und mit der städtischen Wohnungsgesellschaft zu erneuern." Dafür gebe es auch Fördergeld. "Wir helfen gerne, auf diesem Weg die 1000 Wohneinheiten vollzumachen", sagt Bonin zu den Vivawest-Plänen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mönchengladbach: Vivawest plant 1000 Wohnungen in der Stadt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.