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Mönchengladbach
Vom Sonntagseinkauf zum Weihnachtsmarkt

Mönchengladbach. Am zweiten Adventswochenende war es voll in der City. Viele Geschäfte bieten einen besonderen Service. So kann man sich beispielsweise die Einkäufe noch am selben Tag nach Hause liefern lassen. Von Sabine Winkler

Manchmal gibt es nicht nur den einen Nikolaus. Wer gestern über die Hindenburgstraße flanierte, lief ungefähr einem Dutzend Nikoläusen über den Weg. Das freute besonders die Kleinen. Während die Kinder vom heiligen Mann beschenkt wurden, konnten die Eltern nach Lust und Laune einkaufen gehen. Von 13 bis 18 Uhr hatten die Läden in der City geöffnet.

Das war für viele die ideale Gelegenheit, Geschenke zu besorgen oder der Weihnachtsdekoration den letzten Schliff zu verpassen. Dementsprechende gut besucht waren die Geschäfte. Besonders voll war es im Minto. Das milde Winterwetter lockte viele Kundinnen und Kunden. Im Vergleich zum ersten Adventswochenende war es noch voller in der Innenstadt. Das bestätigt Eduard Felzen, Leiter der Saturn Filiale im Minto sowie zweiter Vorsitzender des Citymanagements: "Es kommen jetzt deutlich mehr Kunden, aber wir haben noch etwas Luft nach oben." In seinem Elektrofachmarkt sind Smartphones der Verkaufsrenner. "Die Kunden nutzen aber auch immer mehr unsere Onlineangebote und holen dann die Ware hier ab," fügt Felzen hinzu.

Bequem und einfach wird der Weihnachtsbummel überall. Das spiegelt sich in den Serviceangeboten wider. So bieten nicht nur alle Geschäfte im Minto eine kostenfreie Nach-Hause-Lieferung der Kundeneinkäufe noch am selben Tag. Auch Galeria Kaufhof greift den Trend auf. Das Angebot wird gut aufgenommen, weiß Filialleiter Steffen Siebert: "Gerade an den verkaufsoffenen Adventssonntagen wollen viele nach dem Einkaufen noch auf den Weihnachtsmarkt. Da ist es einfach unpraktisch, die Hände voll mit Tüten zu haben."

Der verkaufsoffene Sonntag war am Nikolaustag ein beliebtes Ausflugziel in der Region. Nicht nur die Gladbacher selbst, sondern auch Korschenbroicher, Viersener und Besucher aus Holland kamen. Auch einige britische Touristen waren unter den Einkaufslustigen, wie zum Beispiel Peter Miller. "Wir machen hier eine Woche Urlaub, waren gestern beim Fußball und auf dem Weihnachtsmarkt. Jetzt kaufen wir typisch deutsche Weihnachtssachen ein," erzählt der Brite aus Wolverhampton.

Neben Christbaumschmuck und Geschenkpapier landeten auch Weihnachtspräsente in den Einkaufstüten. Neben Elektronikartikeln sind Schmuck und Parfümerieartikel voll im Trend. "Da kommt sicherlich am nächsten verkaufsoffenen Adventssonntag noch mehr hinzu. Denn immer mehr besorgen alles Last-Minute," prognostiziert Felzen für den Einzelhandel. Insgesamt ist er aber zufrieden. Auch wenn die Textilbranche etwas mit dem milden Winterwetter zu kämpfen hat. "Es ist einfach zu warm im Moment, und dicke Wintermäntel verkaufen sich nicht so gut," fügt Felzen hinzu.

Der nächste Shoppingsonntag ist am 13. Dezember - diesmal in Rheydt.

Quelle: RP
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