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Radfahren in Mönchengladbach
Vor allem die schlechten Radwege ärgern die Gladbacher

Radfahrer in Gladbach ärgern sich über schlechte Radwege
Radfahrer in Gladbach ärgern sich über schlechte Radwege FOTO: Laura Sandgathe
Mönchengladbach. Wer in Mönchengladbach mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren will, sollte sich auf Schlaglöcher, Buckelpisten oder Radwege, die plötzlich im Matsch enden, gefasst machen. Das jedenfalls ist das Ergebnis unserer Umfrage unter Radfahrern in Gladbach. Die Radrouten im Grünen, zum Beispiel entlang der Niers, kommen dagegen gut an. Von Laura Sandgathe

"Radfahren in Gladbach, was soll ich dazu sagen? Es ist eine Katastrophe!" Brigitte Elschenbroich aus Giesenkirchen fährt jeden Tag zwölf Kilometer mit dem Rad zur Arbeit. Sie kennt einige Radwege in der Stadt und ärgert sich über deren oft schlechten Zustand: "Oft sind gefährliche Schlaglöcher drin", sagt sie.

Iris Zander berichtet von einem Radweg auf der Hohenzollernstraße in Höhe des Landgerichts, an dem Baumwurzeln den Asphalt hochdrücken und den Weg so zu einer gefährlichen Buckelpiste machen. "Hier wurden die Radwege zum Teil schon erneuert, aber an einigen Stellen ist das Problem immer noch da", sagt sie.

3 besonders schöne Radtouren durch Mönchengladbach FOTO: Manecke, Garnet

Wir haben die Gladbacher gefragt, was sie beim Radfahren in ihrer Stadt am meisten ärgert, aber auch, was ihnen gefällt. Das Ergebnis gibt es hier in der Bilderstrecke.

Facebook-Nutzer Sascha Niese findet "die Wege/Streifen auf der Fliethstraße am schlimmsten". "Die sind viel zu schmal", schreibt er uns über Facebook. Auch die Wege auf der Dahlener Straße seien ihm negativ aufgefallen. 

Die schlechten oder erst gar nicht vorhandenen Radwege sind das Problem, über das sich radelnde Gladbacher in ihrer Stadt am meisten ärgern. Das ist das eindeutige Ergebnis unserer Umfrage. 

Aber auch andere Radfahrer, die sich verantwortungslos verhalten, werden kritisiert. Facebook-Nutzer Hartmut Kremer schreibt: "Mich stört ganz gewaltig als Radfahrer, dass mir immer wieder andere Radler auf der falschen Seite entgegenkommen. Viele Radfahrer sind ohne Klingel, ohne Reflektoren und ohne Licht unterwegs."

Student Artur, 19, gehört zu den wenigen, die nichts beanstanden wollen. "Rund um die Uni ist alles ok, da kann man gut Rad fahren", sagt er. "Dort gibt es auf der Allee einen Mittelstreifen nur für Fahrräder, das ist gut geregelt." Silvia Kremer, 51, gefallen die Radwege entlang der Niers. Dort könne man bei schönem Wetter sehr gut Rad fahren, sagt sie.

Das Fazit: Vor allem bei den Radwegen sollte die Stadt noch einiges verbessern, wenn sie die Gladbacher vom Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel überzeugen will. Denn es gilt, was Facebook-Nutzer Dirk Rheydt schreibt: "Nur wenn Radfahren Spaß macht und man sich sicher und komfortabel fortbewegen kann, nutzt man lieber das Rad als das Auto!"

(lsa)
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