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Mönchengladbach
Waldhausener Jungschützen holen Double

Mönchengladbach. Niklas Groth und Florian-Marcus Corres sind die neuen Majestäten der Bezirksjungschützen. Von Christian Lingen

Der Vogelschuss beim Stadtschützenfest im September war so spannend wie seit Jahren nicht mehr. Der Vogel fiel erst nach einem zähen Wettbewerb. Beim Bezirksjungschützentag in Waldhausen zeigten nun die Jungschützen, dass sie ihren älteren Kameraden in nichts nachstehen. Beim Vogelschuss für den Bezirksschülerprinzen verhinderte ein Plastikfaden, dass der Vogel fiel. Beim Bezirksprinzen hing das hölzerne Gefieder an der Schraube fest. Am Ende fielen die Vögel dann doch. Florian-Marcus Corres ist neuer Bezirksprinz, Niklas Groth neuer Bezirksschülerprinz. Beide kommen aus der Bruderschaft St. Sebastianus und St. Vitus Obergeburth Waldhausen und holten damit das Double für die Bruderschaft.

Zuerst traten die Schülerprinzen und Schülerprinzessin der Bruderschaften an. Sieben Kandidaten stellten sich dem Holzvogel, der an ein Brett montiert im Kasten hing. Der Wettbewerb verlief zunächst unspektakulär, und das Brett war schnell durchtrennt. Eigentlich hätte der Vogel fallen müssen. Doch das tat er nicht. Zunächst dachten einige, er hänge an der Teppichverkleidung des Holzkastens fest. Ein Blick durch das Fernglas gab schließlich Aufschluss. "Der hängt an einem Faden", erkannte Schießmeister Kai Kuhlen. Der Vogelschuss ging weiter. Weil der Faden im gepressten Holz kaum zu sehen war, schossen die Aspiranten auf gut Glück. Plötzlich fiel der Vogel. Bezirksjungschützenmeister Sebastian Schnock rief nach 96 Schuss Niklas Groth von der St. Sebastianus und St. Vitus Obergeburth Waldhausen zum Bezirksschülerprinzen aus. Seine Ritter sind Lukas Lange (St. Hubertus Schützenbruderschaft Wickrathhahn) und Maurice Kosinski (St. Petrus und Paulus Pfarrbruderschaft Lürrip.

Das Zittern setzte sich bei den Jungmajestäten fort. Auch dort traten sieben Kandidaten an. Nach und nach zerlegten sie den Holzvogel und schließlich fielen fast Dreiviertel von ihm zu Boden. Ein kleiner Rest blieb jedoch hängen. Er hatte sich nicht nur verdreht, sondern auch an der Schraube verkeilt. Nach 200 Schuss führte Schießmeister Kai Kuhlen die Aspiranten zum Fernglas. Ein Blick auf den Vogel zeigte, wo er getroffen werden musste. Das gelang 19 Schüsse später schließlich Florian-Marcus Corres von der Bruderschaft St. Sebastianus und St. Vitus Obergeburth Waldhausen. Seine Ritter sind Nico Horn (St. Josef Schützenbruderschaft Geistenbeck) und Raphaela Linssen (St. Josef Pfarrbruderschaft Hermges). Proklamiert werden die neuen Majestäten bei der Messe zum Stadtschützenfest.

Quelle: RP
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