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Mönchengladbach
Wanlo: Bürger wollen Wall statt Wand

Mönchengladbach. Vertreter der Stadtverwaltung und der RWE Power AG hatten zu einer Informationsveranstaltung zur Planung des Immissionsschutzes für Wanlo eingeladen. Rund 100 Bürger nahmen an der Veranstaltung in der Mehrzweckhalle Wanlo teil. Von Leonhard Preiss

Thematisiert wurden die Maßnahmen gegen die durch den Tagebau Garzweiler II entstehenden Immissionen Lärm, Grob- und Feinstaub. Der Informationsabend begann mit einer Projektdarstellung durch Markus Kosma, den Leiter der Tagebauplanung und Umweltschutz der RWE Power AG. Neben Erläuterungen zm Abbaugebiet und dem Abbauvorgang visualisierte er die Arbeiten mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation, um den Teilnehmern eine bessere Vorstellung von den Vorgängen im Tagebau zu vermitteln.

Weiter Maßnahmen geplant

Auch die bereits getroffenen Maßnahmen gegen entstehende Immissionen erläuterte er. So wird durch die Bewässerung der Straßen im Tagebau und die Begrünung von Flächen ein Teil der Roh- und Feinstaubanteile gefiltert. Weitere Immissionsschutzmaßnahmen gegen Lärm und Staub sind geplant. Die hierzu bereits genehmigten Maßnahmen sehen vor, dass neben den bereits erfolgten Aufforstungen südlich von Wanlo ein bepflanzter Immissionsschutzwall unmittelbar an der zukünftigen Abbaugrenze errichtet wird.

Jedoch hat die RWE der Stadt eine Alternativplanung vorgelegt, welche den Schutzwall durch eine Schutzwand ersetzen soll. Diese Alternativplanung stößt bei den Wanloern auf Unverständnis und regte die an die Projektdarstellung anschließende Diskussionsrunde an.

Vertreter der RWE Power AG und der Verwaltung standen für Fragen der Bürger zur Verfügung. Ziel war es, Misstrauen und Bedenken der Bürger auszuräumen, um bei positiver Resonanz zur geplanten Schutzwand eine Anfrage an die Stadt Mönchengladbach zu stellen. Jedoch erreichte die Veranstaltung nicht das gewünscht Ziel, die skeptischen Einwohner Wanlos von einer Schutzwand zu überzeugen. Sie hatten offenbar den Eindruck, dass die Vertreter von RWE Power zum Teil ausweichende und nicht wirklich konkrete Antworten auf ihre vielen Fragen hatten.

Quelle: RP
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