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Mönchengladbach
Weg zum Museum Abteiberg wird edel

Mönchengladbach: Weg zum Museum Abteiberg wird edel
So wirkt jetzt das Entree des Museum Abteiberg: Die trichterförmige Öffnung will die Stadt für bauliche Veränderungen nutzen. FOTO: Hans-Peter Reichartz
Mönchengladbach. Granitsteinplatten statt Asphalt, ein Beleuchtungssystem, eine verengte Abteistraße: Mit dem Schrammen-Neubau wirken jetzt auch Fußgängerbrücke und Museumseingang markanter. Das nutzt die Stadt für bauliche Veränderungen. Von Dieter Weber

Der Museumsverein Mönchengladbach hat an der Krichelstraße und an der Abteistraße pinkfarbene Banner aufgehängt. "Hier entsteht Architektur. Drüben steht sie schon!" steht in großen weißen Buchstaben darauf. Gemeint sind zwei Gebäude: Das eine ist der Schrammen-Neubau, der kräftig in die Höhe gewachsen ist. Das andere ist das Museum Abteiberg, das Star-Architekt Hans Hollein von 1975 bis 1982 gebaut hat und dessen Architektur selbst Kunst ist. Gladbachs neuer Baudezernent Gregor Bonin verändert und verbessert jetzt die Eingangssituation des Museums. Seine Pläne erläuterte er jüngst im Planungs- und Bauausschuss und machte deutlich: Das Abteiberg-Museum und die Stadt sollen mehr zusammenwachsen.

Das ist zwar nicht neu. Seit vielen Jahren arbeiten die Stadt und ihre Tochter EWMG daran, das Museum mit der Hindenburgstraße zu verbinden. Ein Durchstich ist der Wunschtraum, und auf diesem Weg ist man auch schon ein Stück weitergekommen. Der EWMG gehört zum Beispiel das Hotel Oberstadt. Das könnte abgerissen und so eine Sichtachse zur Haupteinkaufsstraße hergestellt werden. Noch besser wäre es, zusätzlich zum Hotel einen weiteren Komplex einzubeziehen, um auch eine architektonisch bessere Lösung zu schaffen. "Daran arbeiten wir. Dieses Ziel behalten wir weiter im Blickfeld", sagt Beigeordneter Bonin.

Die Fußgängerbrücke als Zugang zum Museum kommt zwischen der Villa Schiedges (r.) und dem Schrammen-Neubau stärker zur Geltung. FOTO: Reichartz,Hans-Peter (hpr)

Das, was er jetzt Gladbachs Politikern vorstellte und was bei ihnen auf großes Wohlwollen stieß, versteht Bonin als eine Art "Vorstufe". Möglich wird sie, weil das alte Jugendheim abgerissen ist und hier ein mehrstöckiger Neubau entsteht. Architekt Burkhard Schrammen hat zur Abteistraße hin ein Café und eine Galerie geplant und öffnet gleich an zwei Stellen geschickt das Entree des Museums.

Wer von der Abteistraße auf den Schrammen-Bau schaut, erkennt nun einen Trichter: Mit dieser Optik wirkt der Eingang des Museums, der - so Bonin - "von der Abteistraße so nie gedacht war, aber im Laufe der Jahre so gewachsen ist", großzügiger. Die vorhandene Fußgängerbrücke, die im Sinne Holleins Besucher von der Innenstadt kommend über die Krichelstraße zum ursprünglichen Haupteingang auf dem Museumsplateau führen sollte, stellt sich zwischen der Villa Schiedges und dem Schrammen-Neubau deutlich markanter dar: Die Brücke erfährt wieder die Bedeutung, die sie nach Holleins Plänen haben sollte.

Bonin will die Gunst der Stunde nutzen und die Verbindung des Museums zur Krichelstraße hin stärker betonen. Auf dem künftig trichterförmig angelegten Eingangsbereich werden die hellen Granitsteinplatten verlegt, die bereits auf dem Marktplatz in Rheydt liegen. Ihr Farbton harmoniert mit dem Sandstein des Museums. Die Asphaltfläche vor dem Museum wird durch Granit-Pflastersteine ersetzt, die Fahrbahn der Abteistraße verengt. Eventuell wird die Abteistraße für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt. Außerdem gibt es ein umfassendes Beleuchtungssystem - auch da steht Rheydt Pate.

Quelle: RP
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