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Mönchengladbach
Weihbischof informiert sich über Projekte an der Hochschule

Mönchengladbach. Im Lebensmittellabor probierte Karl Borsch selbst gebrautes Brotbier, bei dem ein Teil des Malzanteils durch altes Brot ersetzt wird. Von Lisa Schmitz

Der Weihbischof des Bistums Aachen, Karl Borsch, hat die Hochschule Niederrhein besucht. Am Fachbereich Oecotrophologie in Mönchengladbach informierte er sich im Lebensmittellabor über ein Projekt zur Wiederverwertung von Lebensmitteln und probierte das selbst gebraute Brotbier.

"In Deutschland fallen jährlich 600.000 Tonnen Restbrot und so genanntes Rückbrot an, das am Tag nicht verkauft werden konnte. Dieses ist einwandfrei, wird aber dennoch weggeworfen, weil es keine Abnehmer findet", erklärt Masterstudentin Jennifer Wiegard, die das Projekt betreut.

Da zum einen Brauereien über Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Braugerste klagen (die zur Herstellung von Malz benötigt wird) und zum anderen Brot als Gärungsgrundlage anstelle von Malz verwendet werden kann, kam Prof. Dr. Georg Wittich auf die Idee, diese beiden Probleme zu verbinden - und als Lösungsansatz ein Brotbier zu entwickeln. Dabei wird ein Teil des Malzes durch Brot ersetzt. Wegen des deutschen Reinheitsgebotes könnte das Produkt in Deutschland nicht als Bier vertrieben werden. Aber im europäischen Ausland, wo andere Gärungsgrundlagen zulässig sind, wäre die Lösung interessant. Und dass es gut schmeckt, davon konnte sich auch Weihbischof Karl Borsch überzeugen, der das Projekt als zukunftsgewandt lobte.

Bei seinem Besuch ging es auch um die Frage, welche Rolle Kirche an der Hochschule spielen könne. Der Weihbischof machte deutlich, dass er die Angebote des katholischen Hochschulzentrums Lakum in Krefeld und Mönchengladbach sehr schätzt. Neben dem Raum- und Lernangebot müsse es dabei auch um religiöse Inhalte gehen. "Wir wollen die christliche Botschaft und unser Menschenbild niemandem vorenthalten."

Quelle: RP
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