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Mönchengladbach
Wenn Hund Hüfte hat, hilft Massage

Mönchengladbach: Wenn Hund Hüfte hat, hilft Massage
Newton guckt etwas verhalten, lässt Anja Ludwig aber an seine Muskeln ran. Die Physiotherapeutin weiß, was Hunden hilft - und was man lieber sein lässt. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Die Hundephysiotherapeutin Anja Ludwig zeigte an der Volkshochschule, wie sich verspannte Muskeln bei Vierbeinern anfühlen. Bei der Massage von Hunden muss man andere Dinge berücksichtigen als bei Menschen. Von Julia Nix

Der Mensch hat "Nacken", der Hund hat "Hüfte" - die richtige Massagetechnik kann daher sowohl bei Zwei- als auch bei Vierbeinern für Entspannung sorgen. Wie Halter ihrem Hund Linderung verschaffen, erfuhren die Teilnehmer des ersten Hundemassagekurses in der Volkshochschule Mönchengladbach.

Newton schaut zwar ein wenig skeptisch, als Hundephysiotherapeutin Anja Ludwig die ersten einfachen Massagegriffe an ihm zeigt, er lässt sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Der achtjährige Labrador zählt gemeinsam mit seinem Herrchen Christoph Pretz zu den Teilnehmern eines Hundemassagekurses, der erstmalig von der Volkshochschule angeboten wurde und bei der Premiere fast ausgebucht war. "Aus Spaß an der Freud" habe er sich und Newton angemeldet, so Pretz. Wie Newtons Herrchen sind an diesem Tag viele Teilnehmer mit ihren Vierbeinern gekommen, um ihrem Tier etwas Gutes zu tun.

Newton, der auch als ehrenamtlicher Alltagshelfer in Altenheimen ein- und ausgeht, hat wie viele Hunde hin und wieder Probleme mit dem Bewegungsapparat. "Das kann schon passieren, wenn der Hund hinter einem Ball herjagt und sich verspringt", erklärt Ludwig. Für den theoretischen Teil hat sie zur besseren Visualisierung den "Plastikpaul" mitgebracht, ein nachgebautes Hundeskelett. Mit Pauls Hilfe gibt es zunächst Einblicke in die Anatomie des Hundes, bevor die Teilnehmer die ersten Massagegriffe üben dürfen.

Wie sich ein verspannter Muskel anfühlt, erläutert Ludwig ebenfalls vor Beginn der praktischen Übungen. "Einem Menschen kann ich erklären, dass es während der Behandlung kurzfristig etwas unangenehm werden kann", so Ludwig. "Ein Hund versteht dies natürlich nicht, daher muss ich bei einem Tier bei Nicht-Gefallen direkt mindestens zwei Gänge zurückschalten." Anzeichen für Unwohlsein können etwa vermehrtes Hecheln oder Wegdrehen sein.

Pferdebesitzer setzen schon länger auf die wohltuende Wirkung einer entspannenden Massage, die auch beim Tier zur Steigerung des Wohlbefindens und einer erhöhten Leistungsbereitschaft führen kann. Grundsätzlich geeignet sind die Massagetechniken auch für alle Hunde. Dennoch gibt es einige Kontraindikationen wie beispielsweise eine Infektion oder eine Herzinsuffizienz, erklärt Ludwig. Leidet der Hund an einer Erkrankung, sollte daher im Vorfeld abgeklärt werden, ob er massiert werden darf.

Weitere Kurse zum Thema Tiergesundheit wie zum Beispiel Hundeernährung sind derzeit in Planung. Auf der Internetseite von Anja Ludwig (www.tierisch-munter.de) gibt es unter anderem Informationen zum Thema Tierphysiotherapie.

Quelle: RP
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