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Mönchengladbach
Wenn Musik mittendrin verbindet

Mönchengladbach: Wenn Musik mittendrin verbindet
Diese Grafik ziert das Plakat für das Musikfestival "Musik mittendrin". FOTO: Nicole Vogt
Mönchengladbach. Russische Folklore, türkische, irische, arabische und skandinavische Klänge: Zwölf Solokünstler und Gruppen stellen sich am 17. Februar vor. "Musik mittendrin" ist zum ersten Mal in der Musikschule. Von Inge Schnettler

Frank Füser hat die Integrationskurse abgeklappert. "Ich habe die Deutsch-Schüler eingeladen, sich an unserem Festival zu beteiligen", sagt der Fachbereichsleiter für Weiterbildung und Musik an der Volkshochschule. Und siehe da, es hat geklappt. Am Samstag, 17. Februar, werden drei von ihnen tatsächlich auf der Bühne im Carl-Orff-Saal der Musikschule stehen. Sedo Hamosh präsentiert kurdische, Nedal Almashriqi arabische Musik, und Salah Blal wird arabisch-türkische Folklore darbieten. "Was uns genau erwartet, weiß ich nicht. Ich lasse mich genauso überraschen wie die Zuschauer", sagt Füser.

Zum ersten Mal findet das interkulturelle Festival "Musik mittendrin" in der Musikschule an der Lüpertzender Straße 83 statt. Im Carl-Orff-Saal spielt die Musik, im Foyer davor wird getrunken, gegessen und geplaudert. "Die Veranstaltung verstehen wir als Konzert mit Party drumherum." Um 16 Uhr geht's los, Ende ist gegen Mitternacht. "Wir wünschen uns, dass die Musiker nach ihrem Auftritt nicht gleich gehen", sagt Frank Füser. "Sie sollen bleiben, sich kennenlernen und Spaß haben."

In diesem Jahr haben sich doppelt so viele Bewerber um einen Auftritt beworben, wie Frank Füser ins Programm nehmen konnte. "Aber im nächsten Jahr haben die Abgewiesenen wieder eine Chance." Die Musiker treten ohne Gage auf, können sich aber umsonst an Speis und Trank laben. Damit das Ganze noch ein bisschen geselliger wird, bietet jede der auftretenden Gruppen landestypische Speisen an.

Das Programm startet um 16 Uhr mit russischer Folklore vom Raduga Musikverein. Dann geht es Schlag auf Schlag etwa im Halbstunden-Takt weiter: Irish Folk Musik von Seislún, kurdische Musik von Sedo Hamosh, arabische Musik von Nedal Almashriqi, populäre Chormusik vom gemischten Chor Quodlibet, das Vocal-Ensemble Cantica Vobis singt Chormusik aus Skandinavien, Piece of Peace bietet A-cappella-Gesang, MIK Reggae bringt Jamaika in die Musikschule, Julia und Ahmed treten als Rock-Cover-Duo mit einer Mischung aus deutscher und arabischer Musik auf, Salah Blal bietet arabisch-türkische Folklore, und die junge Band Black Remains beendet das Festival ab 23 Uhr mit Hardrock.

Die Musikerin und Kabarettistin Monika Hintsches führt nicht nur durch das Programm, sie kommt ab 19 Uhr auch als Trude Backes auf die Bühne - im akkuraten Kostümchen und mit Hut.

Veranstalter ist die Volkshochschule. Mit im Boot sitzen als Sponsoren die Stadtsparkasse und der Versorger NEW. "Ohne die großzügige Unterstützung könnten wir die Veranstaltung nicht durchführen", sagt Frank Füser. Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, Tickets gibt es an der Abendkasse.

Quelle: RP
 
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