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Mönchengladbach
"Wer wenig hat, spendet am meisten"

Wenn es in Hardt unerwartet klingelt, kann es gut sein, dass Caspar, Melchior und Balthasar vor der Tür stehen. Sie sagen ihren Segensspruch auf und fragen: "Kreide oder Aufkleber?" Die meisten entscheiden sich für den Aufkleber. "Ich habe immer noch meine ganze Kreide", klagt Johannes. Aber das macht nichts, denn die Sammelbüchse füllt sich zusehends. Sie klappert und raschelt, auch Scheine sind drin.

Rund 35 Kinder machen mit bei der Aktion. An fünf Nachmittagen sind sie in Hardt unterwegs, meist begleitet von einer Mutter. Im Allgemeinen werden die Kinder mit offenen Armen empfangen. "Viele warten auf die Sternsinger", sagt Barbara Flachsenberg, die die Aktion mit organisiert. "Sie legen oft auch schon Süßigkeiten für die Kinder bereit." Manchmal wird die Tür aber auch wieder zugeschlagen. Auch die Kinder haben solche Erfahrungen gemacht und daraus einiges gelernt. Julia, Hannah und Lukas gehen schon seit drei Jahren als Heilige Drei Könige durch Hardt. "Leute, die wenig haben, spenden oft am meisten", berichtet Julia. "Und manche, die gar keine Christen sind, geben auch viel." Und Lukas berichtet: "In großen Häusern passiert es am ehesten, dass die Leute nichts geben wollen." Die drei gehen trotzdem sehr gern von Haus zu Haus. "Es ist wichtig, anderen Kindern zu helfen", findet Hannah. "Uns geht es doch so gut."

Quelle: RP
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