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Mönchengladbach
Wie dem Volksbad der Winter ausgetrieben wird

Mönchengladbach: Wie dem Volksbad der Winter ausgetrieben wird
Es ist eine Menge Arbeit, die Becken zu säubern und instand zu setzen. Seit 1. März laufen die kräftezehrenden Arbeiten. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Die Becken werden hochdruckgereinigt, die Rinnen gesäubert. Außerdem wird die 30 000 Quadratmeter große Liegewiese gepflegt. Von Melissa Kiak

Niedrige Temperaturen, eisige Winde und dazu noch dieser ständige Regen - und das trotz astronomischem Frühlingsbeginn vor bereits über einer Woche. Da wird selbst der größte Winterliebhaber langsam ungeduldig. Denn obwohl den Mönchengladbachern bereits ein paar frühlingshafte Tage gegönnt waren, scheint eine dauerhafte Besserung noch nicht in Sicht. In manchen Teilen der Stadt lässt man sich aber trotz schlechter Aussichten nicht davon abhalten, bereits an den Sommer zu denken: Die NEW holt das Volksbad aus dem langen Winterschlaf und bereitet sich auf die kommende Sommersaison vor.

Und das ist nicht wenig Arbeit: Zunächst musste das Wasser, das in den Becken "überwintert" hat, abgepumpt werden. Denn ständen diese über die Wintermonate leer, könnten sich ihre Böden durch die Kraft des Grundwassers anheben und verformen. Anschließend wurde den insgesamt sieben Schwimmbecken des Volksbades mit Hochdruckreinigern zu Leibe gerückt und jeder noch so kleine Schmutzfleck entfernt. Auch die Ablaufrinnen rund um die Becken durften bei der Reinigung nicht zu kurz kommen, denn hier haben sich über den Winter jede Menge Blätter gesammelt, die entfernt werden mussten. Zu guter Letzt werden die Becken - allerdings erst kurz vor der Wiedereröffnung - mit frischem Wasser aus dem hauseigenen Brunnen gefüllt.

Bereits seit dem 1. März arbeiten täglich bis zu fünf Personen auf dem Gelände des Volksbades, um die hartnäckigen Spuren des Winters zu beseitigen und das Freibad sommertauglich zu gestalten. Die Aufbereitung der Schwimmbecken bei der jährlichen "Auswinterung" nimmt dabei viel Zeit und Kraft in Anspruch. "Allein für die Reinigung des Sport- und Sprungbeckens benötigen wir etwa eine Woche", sagt Rolf Heithausen, Abteilungsleiter der Bäderabteilung der NEW. "Das Abpumpen des Wassers dauert allein etwa zwei Tage, die eigentliche Reinigung sogar fast drei. Aber unsere künftigen Besucher sollen ja schließlich auch in sauberen Becken schwimmen."

Für das spätere Befüllen der Schwimmbecken wurden in den vergangenen Wochen die Pumpen und Filteranlagen überprüft und gereinigt. Zudem soll innerhalb der nächsten Wochen die Chloranlage in Betrieb genommen werden, denn spätestens Ostern sollen die Arbeiten im Volksbad beendet sein.

Aber trotz gereinigter Becken und gewarteter Pump- und Filteranlagen ist für die Mitarbeiter der NEW noch lange kein Ende in Sicht. Denn in der letzten Phase der Auswinterung, in der sich das Volksbad nun befindet, geht es an die sogenannten "Verschönerungsarbeiten". Dazu gehört unter anderem die Pflege der rund 30 000 Quadratmeter großen Liegefläche. Dabei wird nicht nur der Rasen auf Vordermann gebracht, sondern auch die umliegenden Bäume werden auf morsche Äste kontrolliert, um die künftigen Badegäste nicht zu gefährden.

Um für die geplante Eröffnung am 1. Mai endgültig bereit zu sein, wurde außerdem bereits ausreichend Personal eingestellt, bei denen es sich sowohl um feste Mitarbeiter als auch um Aushilfen handelt. "Falls es in den nächsten ein bis zwei Monaten wärmer werden sollte, können wir innerhalb von 24 Stunden reagieren und für die ersten Badegäste öffnen", so Rolf Heithausen. "Bis dahin werden die Arbeiten abgeschlossen sein und die diesjährige Badesaison kann beginnen."

Quelle: RP
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