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Mönchengladbach
Wie der Heilige Sandrad an den Gladbach kam

Mönchengladbach. Albert Damblon hat den vierten und letzten Band zu den Heiligenfenstern im Nordschiff des Münsters geschrieben. Von Inge Schnettler

Adelbertus findet er richtig sympathisch, den Martin als der Heilige der Kinder sowieso, auch Benedikt und jetzt Sandrad. "Der ist der wichtigste von den vieren - auf jeden Fall für die Gründungsgeschichte der Stadt Mönchengladbach", sagt Dr. Albert Damblon, der soeben den vierten und letzten Band über die Heiligenfenster im Nordschiff des Münsters geschrieben hat. Er ist im Kühlen-Verlag erschienen (9,80 Euro im Buchhandel). Die vier Fenster des Künstlers Wilhelm Geyer erzählen Geschichten. "Sie sind Illustrationen zu den Heiligenlegenden", sagt der Autor. Die klar gezeichneten Bilder, die von oben nach unten "gelesen" werden, sind auch für Kinder gut erkennbar. Für Erwachsene ebenso.

Oben links beginnt die Geschichte. Am Boden hockt ein Mönch mit freudig hochgerissenen Armen. Der Benediktiner Sandrad und Erzbischof Gero schreiten auf ihn zu. Die zweite Szene zeigt den Mönch aufgerichtet mit zum Himmel gehobenen Händen. Entsetzt sieht er auf einen Mann, der sich auf dem Boden windet. Bei der Feier zur Grundsteinlegung für ein Kloster, das ursprünglich an der Wupper gebaut werden soll, wird beim gemeinsamen Mahl ein Priester wegen seiner Gier erstochen. Gero und Sandrad verlassen den entweihten Ort und suchen einen besseren Ort. So landen sie am Gladbach. Ohne Sandrad hätte es auf dem Abteiberg keine Klostergründung gegeben.

"Ich verstehe jetzt viel mehr von der Gründungsgeschichte unserer Stadt", sagt der ehemalige Propst. Und das ist der Sinn des Bändchens - ebenso wie die drei Vorgängerbücher, die den Fensterzyklus beschreiben und erklären. "Der Glaskünstler hatte diese besondere Art, die Lebensgeschichten der Heiligen darzustellen", sagt Damblon, "meine Bücher helfen den Betrachter, sie zu verstehen." Übrigens: Das Martinsbuch ist noch erhältlich, würde gut in die Zeit passen.

Quelle: RP
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