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Mönchengladbach
Wie Gladbacher einem britischen Soldaten halfen

Mönchengladbach. Das Hauptquartier war schon einige Jahre in Mönchengladbach. Da klingelte es an einem Sonntagmorgen, es war kurz vor Mittag, bei uns zuhause, und ein junger Mann stand an der Haustüre. "Do you speak English?", fragte er. Als wir seine Frage schließlich bejahten, erklärte er uns, dass er dringend ins Hauptquartier zu einem Meeting müsse und sein Tank leer sei. Ob wir etwas Benzin für ihn hätten. Wir hatten zu dieser Zeit immer einen Fünf-Liter-Kanister Benzin vorrätig, da es damals noch keinen Tankanzeiger im Auto gab. Wir füllten ihm seinen Tank mit unserem Vorrat und er bedauerte, dass er kein Geld bei sich habe. Aber er bedankte sich und sagte: "Sie werden von mir hören." Von Käthe Ebus

An diesen Morgen hatten wir schon nicht mehr gedacht, als wir einen Brief aus dem Hauptquartier erhielten. Es war eine Einladung für einen Sonntagmorgen in die Offiziersmesse, unterschrieben von einem Oberst, den Namen weiß ich nicht mehr. Wir sind natürlich der Einladung gefolgt und mussten uns zuerst an der Militärkontrolle ausweisen.

In der Offiziersmesse wurden wir von den Briten freundlich empfangen und der Oberst erzählte die Geschichte von dem Benzin und dass unbekannte Deutsche ihm aus der Not geholfen hätten. Da gab es von den Anwesenden sehr viel Beifall. Wir fühlten uns richtig geehrt. Es gab ein tolles Mittagessen. Es waren einige für uns ganz neue Gerichte dabei. So hatte sich unsere Hilfe doch gelohnt.

Quelle: RP
 
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