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Brian Hurren
"Wir haben noch etwas vor"

Brian Hurren: "Wir haben noch etwas vor"
Keyboarder Brian Hurren (2.v.r.) eröffnet am Freitag mit seinen Bandkollegen (v.l.) Rory MacDonald, Iain Bayne, Malcolm Jones, Calum MacDonald und Bruce Guthro die Open-Air-Saison im Sparkassenpark. Vorher sprach er mit unserer Redaktion. FOTO: Matt Liengie
Mönchengladbach. Am Freitag spielt "Runrig" aus Schottland im Sparkassenpark. Keyboarder Brian Hurren spricht über das Konzert, das letzte Studioalbum und die Vereinshymne des 1. FC Köln.

Ich habe mich auf ein Interview mit einer Band auf Abschiedstour vorbereitet, und mein Gesprächspartner ist 36 Jahre alt.

Brian Hurren Es ist ja keine richtige Abschiedstour. Wir zelebrieren ja auf Tour erstmal nur unser letztes Studioalbum "The Story". Es fühlt sich großartig an. Ich bin jetzt seit 16 Jahren in der Band, und es war eine lange Reise bis hierhin. Jetzt ist der Plan, im Sommer einfach unser letztes Album mit den Fans zu feiern.

Es ist also nicht das Ende von Runrig als Band. Haben Sie schon Pläne vielleicht für weitere Konzerte?

Hurren Wir planen gerade, wie es weitergeht. Es ist noch nichts finalisiert. Aber wir haben definitiv noch etwas vor.

Was sind Ihre persönlichen Pläne für die Zukunft? Für Sie wird es ja nicht das letzte Studioalbum gewesen sein.

Hurren Das stimmt absolut. Mein Lieblingsplatz ist einfach im Studio. Ich möchte ein neues Album aufnehmen und schauen, mit welchen Künstlern ich zusammenarbeiten kann. Aber das nächste, was für mich ansteht, ist ein zweites Soloalbum.

Was können die Fans am Freitag erwarten?

Hurren Wir haben eine ganze Menge Songs auf unserem Album, die wir live spielen werden. Wir werden aber auch einen Song spielen als Überraschung, den die Fans sich schon lange sehnlich wünschen. Unser Set ist frisch, spannend, und ich glaube, wir werden es alle genießen. Aber es geht vor allem um unsere neuen Songs.

Wird es eine große Show werden?

Hurren Es ist definitiv eine große Show. Die Produktion ist deutlichgrößer als sonst bei uns.

War "The Story" von Anfang als letzte Platte geplant?

Hurren Ja, es war von Anfang an so gedacht. Calum und Rory waren sehr fokussiert auf die Songs für das letzte Album. Sie haben viel ausprobiert in einer Phase, und ich habe viel aufgenommen unter anderem in meiner Musikschule, so dass ich dann das Album auch produziert habe. Wir haben sogar mit Orchester gearbeitet und sind nach Prag geflogen, um dort mit dem Symphonieorchester aufzunehmen. Das war großartig.

Wie haben Sie die Band davon überzeugt, dass Sie das finale Werk aufnehmen? War es eine große Verantwortung im Studio?

Hurren Ja, das war es. Wir durften nicht daran denken, was Fans oder die Medien von uns erwarten und einfach die bestmögliche Platte zu machen. Das haben wir gemacht. Für mich war nur wichtig, ein großartiges Album hinzubekommen.

Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis?

Hurren Definitiv. Es beinhaltet Elemente der Band aus all den Jahren. Es gibt viele Momente auf dem Album, die sind unglaublich, wunderbar.

Die Platte klingt nach Folk, Rock, aber auch sehr modern nach Dance und New Wave. Wie haben Sie das hinbekommen?

Hurren Wir haben einfach eine Menge ausprobiert. Das war uns wichtig. Die Band hat mir voll vertraut, und ich konnte meine Ideen umsetzen.

Runrig singt viel von Heimat und Gefühl. Roger Waters singt auf seinem neuen Album gegen Trump an. Beides zusammen auf einem Album ist unmöglich?

Hurren Das würde ich nicht sagen. So lange man auf dem Album auf eine Reise mit den Songs geht und die Fans mitnimmt, dann geht das. "18th July" ist auch kein sehr fröhlicher Song.

Es tut mir sehr leid, aber eine Frage zu Ihrem größten Hit "Loch Lomond" muss sein. Kennen Sie den deutschen Fußballklub 1. FC Köln?

Hurren Ja.

"Loch Lomond" ist Kölns Hymne, nur mit deutschem Text. Die Rivalität zu Mönchengladbach ist vergleichbar wie zwischen Celtic und den Glasgow Rangers.

Hurren Wirklich? Vielleicht sollten wir es nicht spielen.

Das können Sie den Fans, glaube ich, nicht antun.

Hurren Stimmt. In Dänemark haben wir es einmal weggelassen, und da haben wir sehr schnell festgestellt: Das können wir nicht machen. Also spielen wir es auch auf dieser Tour in einer extralangen Version.

ANDREAS GRUHN FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

Quelle: RP
 
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