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Mönchengladbach
Wo Rassismus völlig chancenlos ist

Mönchengladbach. "Hallo, Chào, Mirëdita, Hello, Akwaaba, Bonjour, Dobre djin, Olá, Buon giorno." Die Begrüßung war international in der Realschule Volksgarten bei der Titelverleihung zu einer "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Mit den Flaggen ihrer Herkunftsländer eröffneten 13 Schüler die Feier stellvertretend für eine interkulturelle Schule mit über 30 Nationalitäten. "Es gibt kaum einen besseren Ort, der zeigt, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen leben", so die Schulleiterin Martina Hirschler. Ein wichtiger Grund, weshalb die Schüler der Realschule Volksgarten sich gegen Rassismus und Diskriminierung engagieren. Von Laura Laermann

14 Schüler gründeten 2014 mit ihrer Lehrerin Frau Klengel die "Side by Side AG", die ein Zeichen gegen Rassismus setzt. "Ich habe die AG gewählt, weil ich es sehr wichtig finde, so offen über das Thema Rassismus zu reden und mich dagegen einzusetzen", sagt Julia aus der Klasse 7a. Mit dem Ziel, am bundesweiten Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" teilzunehmen, haben die Schüler Präsentationen vorbereitet, um auch Mitschüler, Lehrer, Schulleitung und Co. zu überzeugen. So haben insgesamt 73 Prozent der Schulbeteiligten mit ihrer Unterschrift für das Projekt und gegen Rassismus gestimmt.

Nachdem die Unterschriftenliste in der Bundeskoordination in Berlin genehmigt wurde, konnte das Projekt starten. Neben der Gestaltung von Buttons zum Thema Rassismus haben die Schüler einen Spendenlauf organisiert, dessen Ertrag an zwei Flüchtlingshilfen ging. Auf einer Friedenwand in der Realschule hatten dann alle Schüler die Möglichkeit, einen Wunsch gegen Rassismus aufzuhängen. Das letzte Projekt war die Vorbereitung der Titelverleihung. Das bunte Programm gestaltete sich aus verschiedenen Aufführungen, Videos und Vorträgen von Gästen. So sangen drei Schülerinnen "People Help the People" der Sängerin Birdy, die in ihrem Lied die Menschen auffordert, sich gegenseitig zu helfen.

Pate des Projekts war Phillipp Hülsen, der sich auch im Borussia-Fanprojekt "De Kull" gegen Rassismus einsetzt. "Man kann vielleicht nicht die ganze Welt retten, aber zumindest in seinem eigenen Lebensraum aktiv werden", ermutigte der Sozialmanager. Rassismus sei was für Dumme. Mit dieser Meinung ist er in der Realschule Volksgarten sicher nicht alleine.

Quelle: RP
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