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Mönchengladbach
Wunschbaum: Rheydt soll belebter, sauberer und sicherer werden

Mönchengladbach. Etwa drei Monate nach dem Ende der Aktion sind einige Wünsche bereits erfüllt worden, andere sollen noch umgesetzt werden.

Mehr kleine Geschäfte, mehr Sauberkeit und mehr Sicherheit - das sind zusammengefasst drei Hauptanliegen, die die Wunschbaumaktion des Rheydter Quartiersmanagement im Frühjahr ergeben hat. Etwa 2000 Wunsch-Aufkleber hatte das Quartiersmanagement verteilt, auch viele Einzelhändler, die Grundschule Waisenhausstraße, das Café Welcome des SKM und Gruppen des Paritätischen Zentrums hatten sich an der Aktion beteiligt. Die Ergebnisse aus der Wunschbaumaktion hat das Quartiersbüro ausgewertet und erste Diskussionen für mögliche Umsetzungen in die Wege geleitet. Neben dem Quartiersbüro sind an dieser Diskussion auch die Stadtverwaltung und die Bürgerschaft beteiligt. Denn um einige der Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen, braucht es mehr als Gelder, es braucht ein Zusammenspiel von Akteuren der Verwaltung, bürgerschaftlichem Engagement und Politik.

Die Themen, die die Bürger besonders umtreibt, sind der massive Leerstand in der Rheydter Innenstadt, Verkehr, Sauberkeit und Sicherheit. So wünschen sich viele Menschen individuelle Geschäfte und fordern von den Eigentümern, günstigere Mieten für Gewerbetreibende. Ein Rheydt mit kleinen, inhabergeführten Geschäften wünschen sich viele zurück. Mit der Schauzeit im September und dem Portal für Zwischennutzungen "Provisorium" hat das Quartiersmanagement zwei Instrumente zur Leerstandsbekämpfung ins Leben gerufen und hofft auf die Ansiedelung von Start-ups und Kreativen.

Aufreger sind die Raser, die vor allem auf der Friedrich-Ebert-Straße und der Mühlenstraße viel zu schnell unterwegs seien. Außerdem werden mehr und bessere Wege für Fahrradfahrer und mehr Parkmöglichkeiten für Autos gefordert. Auch die Sauberkeit ist ein großes Thema. In der Innenstadt fehlt es an Abfalleimern. Außerdem werden öffentliche Toiletten vermisst.

Teilweise fehlt den Besuchern der Rheydter Innenstadt gerade nachts auch ein Gefühl von Sicherheit. Dafür könnte schon eine bessere Beleuchtung einiger Straßen führen, die ebenfalls von vielen gewünscht wird, damit "dunkle Ecken" heller und besser einsehbar sind.

Ein Wunsch soll laut der Stadtverwaltung zeitnah umgesetzt werden: die Umgestaltung des Theaterparks. "Seine Struktur macht den Theaterpark zu einem ansprechenden Umfeld für das Theater, aber er wird zu wenig von den Bürgerinnen und Bürgern Rheydts als innenstadtnaher Freiraum genutzt. Wir haben verschiedene Ideen entwickelt, wie der Park insbesondere für Familien mit Kindern interessanter werden kann", sagt Katrin Jeuschnik, Stadtplanerin in der Sozialen Stadt Rheydt. So sei etwa ein Wasserspielplatz geplant, und mit angrenzenden Ruhezonen und Aufenthaltsmöglichkeiten soll der Park attraktiver werden. Zudem soll die Anbindung des Parks und des Theaters über die Verbindung am Stadtkassenportal verbessert werden.

Alle Wünsche können im Quartiersbüro in der Passage am Ring in einem Fotoalbum eingesehen werden. Eine Auswertung der Wünsche ist dort ebenfalls einzusehen.

Quelle: RP
 
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