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Mönchengladbach
Wunschik will sich ins Rathaus zurückklagen

Mönchengladbach. Der Mann ist streitbar, keine Frage: Hubertus Wunschik, ehemaliger Mitarbeiter im Fachbereich Museen der Stadt Mönchengladbach und Leiter der Abteilung "Künstlerförderung", seit 2008 Bürgermeister des Ostseestädtchens Kröpelin und derzeit im unfreiwilligen Ruhestand, zieht heute vor das Schweriner Verwaltungsgericht. Denn der frühere Mönchengladbacher will laut Medienberichten sein Amt im Kröpeliner Rathaus zurück und hat deshalb geklagt.

Wunschik war 2014 von den Stadtvertretern der knapp 5000-Einwohner-Kommune einstimmig aus dem Rathaus "gekegelt" worden. Grundlage sei ein amtsärztliches Gutachten gewesen, das Hubertus Wunschik "Dienstunfähigkeit" bescheinigt habe.

Schon kurz nach der Wahl des Mönchengladbachers im September 2008 zum Bürgermeister von Kröpelin begann der Ärger. Seine Wähler hatte Wunschik ganz offensichtlich überzeugen können. Immerhin holte der Mönchengladbacher damals in dem Ostseestädtchen 58 Prozent der Stimmen. Die Mehrheit der Stadtvertreter im Rathaus hätte Hubertus Wunschik dagegen am liebsten schnell wieder in die Wüste geschickt.

Wunschik, der Zugereiste und Parteilose, sah sich Kreisen "alter Seilschaften" gegenüber. Es gab Diffamierungen, Disziplinarverfahren und Strafanzeigen. Bereits 2011 hatten die Stadtverordneten beschlossen, den umstrittenen Bürgermeister per Bürgerentscheid abwählen zu lassen. Doch nur 1330 Kröpeliner stimmten gegen Wunschik, 1409 hätten es sein müssen. 2014 wurde Wunschik mehrfach krankgeschrieben, hatte Kuraufenthalte und fehlte fast ein ganzes Jahr im Rathaus. Daraufhin erfolgte seine Versetzung in den Ruhestand.

Nun will Wunschik, der 2013 bei Grünen eintrat, wieder zurück. Denn eigentlich endet seine Amtszeit erst im Herbst 2017.

(gap)
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