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Mönchengladbach
Zornröschen nimmt Spende der Sparkasse entgegen

Mönchengladbach. Die nun überreichten 5500 Euro werden für neue Computer und Präventionsveranstaltungen dringend benötigt. Von Elena Da Silva

Froh überreicht Günter Bierbaum, Geschäftsstellenleiter der Sparkasse am Schillerplatz, einen Scheck in Höhe von 5500 Euro. Der Scheck geht an Zornröschen, entgegengenommen wird er vom Vorstandsmitglied Monika Schiffer.

Die 1990 gegründete Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich um Kinder und Jugendliche zu kümmern, die sexuelle Gewalt erleben mussten. Ihr Angebot reicht von telefonischer Erstberatung bis hin zum persönlichen Gespräch mit Erziehungsberechtigten oder Betroffenen. Auch Fachberatung für Erzieher sowie Informationsveranstaltungen zur Prävention werden angeboten.

"Im Regelfall melden sich erwachsene Bezugspersonen bei uns, wenn sie Anzeichen eines Missbrauchs feststellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Eltern, Lehrer oder Erzieher sind", berichtet Monika Schiffer. "Erste Anzeichen können beispielsweise Magersucht oder eine schnelle Zunahme sein, oder aber eine generelle Verhaltensänderung des Kindes."

Durch die Diagnostik, die von Heilpädagogen durchgeführt wird, soll festgestellt werden, ob die Vermutungen zutreffen, oder ob es eine andere Ursache gibt. Laut Mitarbeiterin Sandra Gottschalk geht es den insgesamt vier Mitarbeitern von Zornröschen allerdings nicht primär darum, die Ursache dieser Verhaltensänderungen herauszufinden. Viel bedeutender sei es, den Kindern zu helfen. "Besonders wichtig ist es uns, den Opfern beizustehen und zu überprüfen, ob sie ausreichend geschützt sind."

Die Kontakt- und Informationsstelle bietet allerdings nur eine kurz- bis mittelfristige Prozessbegleitung. Sandra Gottschalk berichtet: "Wenn wir denken, dass die Betroffenen weiterhin Hilfe benötigen, leiten wir sie an Psychologen weiter."

Und was passiert mit der Spende der Sparkasse? "Von dem Geld werden wir neue Computer kaufen, unsere sind nämlich schon so gut wie kaputt", erzählt das Vorstandsmitglied. "Der Rest wird in Informations- und Präventionsveranstaltungen investiert."

Quelle: RP
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