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Mönchengladbach
Zwei Banküberfälle in vier Tagen

Mönchengladbach: Zwei Banküberfälle in vier Tagen
Die Sparkassen-Filiale Windberg wurde am vergangenen Freitag von einem bewaffneten Mann überfallen. FOTO: Knappe
Mönchengladbach. Gestern in Pesch, vergangenen Freitag in Windberg - innerhalb weniger Tage sind in der Stadt zwei Sparkassenfilialen überfallen worden. Die Polizei fahndet jetzt nach zwei Bankräubern. Die Pescher Geschäftsstelle war schon im Mai Tatort. Von Gabi Peters

Ein maskierter und bewaffneter Mann hat gestern gegen 10.35 Uhr die Sparkassenfiliale an der Pescher Straße überfallen. Er betrat die Schalterhalle, zog eine Waffe und forderte von der Kassiererin Geld. Wie die Polizei mitteilte, machte er Beute in Höhe eines vierstelligen Betrags. Das Geld packte er in eine weiße Plastiktüte und flüchtete.

Zeugen beobachteten, wie der Räuber an der Beifahrerseite in einen vor der Filiale stehenden blauen VW Golf mit belgischem Kennzeichen einstieg. Das Täterfahrzeug wurde von einer ebenfalls maskierten Person gesteuert. Die Flucht im Auto ging über die Elisabethstraße, Charlottenstraße in Richtung Prinzenstraße.

Dieses Bild aus der Überwachungskamera zeigt den Täter, der kurze Zeit später im Schalterraum an der Annakirchstraße die Waffe aus der Tasche zog. FOTO: Polizei

Während der Fahndungsmaßnahmen, die bislang negativ verliefen, hatten sich noch eine ganze Reihe von Zeugen gemeldet. Dennoch ist die Polizei auf weitere Hinweise angewiesen.

Der Räuber ist circa 20 bis 25 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und rund 80 Kilogramm schwer. Er trug bei dem Überfall einen blauen Trainingsanzug, weiße Lacoste-Schuhe und eine Gesichtsmaske. Er war mit einer kleinen schwarzen Pistole bewaffnet. Bilder vom Täter aus der Überwachungskamera lagen bis gestern Abend noch nicht zur Veröffentlichung vor. Für Hinweise die zur Ergreifung der Täter und zur Wiederbeschaffung der Beute führen, hat die Stadtsparkasse eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt.

Der gestrige Tatort: die Sparkassen-Filiale an der Pescher Straße. Der Überfall geschah gegen 10.35 Uhr. FOTO: Reichartz

Der letzte Überfall in der Pescher Filiale liegt erst drei Monate zurück. Am 10. Mai hatte ein Mann gegen 9.50 Uhr die Schalterräume der Sparkassenfiliale betreten und unter Vorhalt einer Waffe Geld gefordert. Doch dann flüchtete er unverrichteter Dinge ohne Beute. Dieser Fall konnte geklärt werden. Der mutmaßliche Täter wurde gefasst. Er stammt aus Bergisch-Gladbach und sitzt zurzeit in Untersuchungshaft.

Weiter gefahndet wird aber noch nach dem Täter, der am Freitag die Sparkassen-Filiale in Windberg überfiel. Wie jetzt bekannt wurde, hatte sich der Räuber, der die Geschäftsstelle an der Annakirchstraße gegen 12 Uhr von der Lindenstraße aus betrat, offenbar schon 20 bis 30 Minuten vor dem Überfall im Umfeld des späteren Tatortes aufgehalten. Von der Stimme her soll es sich um einen Mann handeln. Die auffällige Kleidung - orangefarbene Jacke und Schuhe mit hohen Sohlen in Pink - sowie die Tasche könnten aber auch auf eine Frau als Täter hinweisen. Der Räuber, der Kopf und Schultern mit einem dunklen Tuch verhüllte, hatte einem Bankangestellten einen Zettel auf den Tresen gelegt, auf dem stand, dass es sich um einen Überfall handele. Dann zog der Täter eine Waffe aus der Tasche und zeigte sie demonstrativ dem Bankangestellten. Trotz Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber im Einsatz war, gelang dem Täter die Flucht. Auch hier hat die Stadtsparkasse eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Nach der Öffentlichkeitsfahndung sind zwar einige Hinweise bei der Polizei eingegangen, der entscheidende Tipp fehlt aber noch.

Hinweise zu beiden Banküberfällen nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02161 290 entgegen.

Quelle: RP
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