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Mönchengladbach
Zwei Baustellen für das Citymanagement

Mönchengladbach: Zwei Baustellen für das Citymanagement
Der Leerstand frisst sich vom Alten Markt immer weiter die Hindenburgstraße herunter. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Der Leerstand im Einzelhandel bereitet immer größere Sorgen. Ein Lichtblick ist die Eröffnung des Modehauses Alberto an der Hindenburgstraße. Ein Problem könnte es auf Dauer mit dem Weihnachtsmarkt und der Beleuchtung geben. Von Christian Lingen

Der Leerstand frisst sich vom Alten Markt aus die Hindenburgstraße hinunter und wird ein immer größeres Problem. Da ist sich Eduard Felzen, stellvertretender Vorsitzender des Gladbacher Citymanagements, sicher. "Man muss davon ausgehen, dass noch mehr Läden schließen werden", sagt Felzen. Neue Mieter zu finden, sei beinahe unmöglich. "Die Immobilien sind nicht mehr modern. Da müsste man renovieren, um attraktive Läden zu bekommen", sagt Stefan Wimmers, Chef des Citymanagements. Weil aber die meisten Immobilien an der oberen Hindenburgstraße im Besitz der Stadt seien, sieht das Citymanagement dafür kaum Hoffnung. Dramatisch könne es werden, wenn der Pachtvertrag von Sinn Leffers ausläuft.

Sollte das Modehaus die Innenstadt verlassen, stände eine große Immobilie leer. Denkbar sei, dass dort dann die Stadtbibliothek einzieht. Zunächst wird es jedoch eine Neueröffnung geben. Wie das Citymanagement während seiner Jahreshauptversammlung bekannt gab, eröffnet am 1. Oktober das Modehaus Alberto an der Hindenburgstraße. Für die Räumlichkeiten, in denen früher Saturn beheimatet war, gebe es einen Interessenten. "Dort möchte ein Discothekenbesitzer eröffnen", sagt Eduard Felzen. Langfristig müsse man sich aber etwas einfallen, um die obere Hindenburgstraße attraktiv zu machen. Eine Möglichkeit könne ein Gladbacher "Walk of Fame" sein, auf dem jedoch keine Schauspieler, sondern Sportler verewigt werden.

Nicht gut für die Hindenburgstraße sei zudem die aktuelle Busverbindung. Es gebe bereits Einzelhändler, die über eine Bimmelbahn für die Hindenburgstraße nachdenken. Die Leerstände machen auch den verkaufsoffenen Sonntagen mit Veranstaltungen entlang der Hindenburgstraße zu schaffen. "Vor leeren Geschäften möchte niemand eine Bude aufbauen. Auch auf die Wallstraße könnte sich der Leerstand negativ auswirken. Dabei geben sich die dortigen Händler richtig Mühe", sagt Schatzmeister Sven Tusch. Keine Probleme gebe es beim Weihnachtsmarkt. "Wir haben einen Vertrag für fünf Jahre. Die Händler am Sonnenhausplatz brauchen nicht zu befürchten, dass sie auf die Rückseite unserer Stände schauen müssen", sagt Stefan Wimmers. Die Buden des Weihnachtsmarktes werden im Stile alter Gladbacher Häuser gestaltet. Die Weihnachtsbeleuchtung werde jedoch bald ein Problem. Sie muss in einigen Jahren ausgetauscht werden. Für eine neue fehle derzeit das Geld.

Nach Ansicht des Citymanagements seien aber Kulturpolitiker der Meinung, der Sonnenhausplatz dürfe ausschließlich für kulturelle Dinge genutzt werden.

Quelle: RP
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