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Moers
12.218 Moerser brauchen finanzielle Hilfe vom Staat

Moers. Eine Statistik zeigt, dass auch in Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn das Geld oft nicht reicht.

In den Städten Moers, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn steigt die Anzahl jener Menschen, die auf finanzielle Hilfen vom Staat wie Hartz IV, Grundsicherung im Alter oder Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angewiesen sind. Das geht aus neuen Zahlen hervor, die gestern das Statistische Landesamt IT NRW vorgelegt hat. In Moers haben demnach im Jahr 2015 insgesamt 12.218 Menschen soziale Mindestsicherung vom Staat erhalten, das sind 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Neukirchen-Vluyn kommt sogar auf eine Steigerung von 21,8 Prozent: 2387 Menschen erhielten hier Ende 2015 Hilfen. Kamp-Lintfort kommt auf 4970 Empfänger, das sind 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In Rheurdt steigt die Zahl um 69,3 Prozent auf 275.

Die Entwicklung in der Grafschaft entspricht dem NRW-Trend. In Gesamt-Nordrhein-Westfalen erhielten Ende vergangenen Jahres rund 2,1 Millionen Menschen Leistungen der sozialen Mindestsicherung - das ist eine Steigerung um neun Prozent. Wie Information und Technik mitteilt, waren damit zwölf Prozent der Menschen an Rhein und Ruhr auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Ein Jahr zuvor hatten mit 1,96 Millionen noch 11,1 Prozent der Einwohner entsprechende Hilfen bezogen.

In der Statistik ist auch aufgeschlüsselt, welche Art von staatlicher Unterstützung gezahlt wird. Die steigenden Zahlen lassen sich demnach vorwiegend mit den gestiegenen Flüchtlingszahlen begründen. Beispiel Moers: Hier erhielten im Jahr 2014 noch 626 Menschen Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Ein Jahr später, im Jahr 2015, waren es schon 1292 - das bedeutet eine Verdoppelung. Noch drastischer ist hier die Entwicklung in Kamp-Lintfort: Von 155 Empfängern stieg die Zahl auf 544, auch Neukirchen kommt auf eine Steigerung von 123 Empfängern in 2014 auf 524 Empfängern in 2015.

Die höchsten Mindestsicherungsquoten ermittelten die Statistiker des Landes in den Städten Gelsenkirchen (22,1 Prozent) und Essen (18,0 Prozent). Die niedrigste Mindestsicherungsquote aller 396 Städte und Gemeinden NRWs wies wiederum die Gemeinde Schöppingen (2,6 Prozent) im Kreis Borken auf.

(sep)
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