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Moers
15 Jahre Beratung, Hilfe und Aufklärung

Moers: 15 Jahre Beratung, Hilfe und Aufklärung
Sozialpädagoginnen Eva-Maria Schneider berät für den Verein Donum Vitae Schwangere und Paare. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Bei Fragen und Nöten rund um die Schwangerschaft hilft der Verein Donum Vitae auch in Moers. Von Ulrike Rauhut

"Ich bin schwanger - juchu!" oder auch "Oh nein!" - nicht jede Frau kann die Nachricht über das werdende Leben als Geschenk empfinden, manche stürzt sie in allergrößte Nöte. Der Verein Donum Vitae bietet diesen Schwangeren und Paaren an mehr als 210 Orten in Deutschland kostenlos Hilfe an.

In Moers und Kleve stehen die Sozialpädagoginnen Birgit Pieper und Eva-Maria Schneider kompetent und einfühlsam zur Seite, wenn es um Fragen zur Schwangerschaft und zur Zeit nach der Geburt geht. Wird ein Schwangerschaftsabbruch erwogen, stellt der Verein den notwendigen Beratungsnachweis aus. Nach intensiven Gesprächen und Abklopfen aller Hilfsangebote soll die Schwangere in der Lage sein, eine Entscheidung zu treffen, mit deren Konsequenzen sie gut leben kann. Die Beratung erfolge unabhängig von Konfession und Nationalität. "Wir fühlen uns christlich-humanistischen Werten verpflichtet", erklärt Theresia Wagner-Richter, die Vorsitzende des Regionalverbandes Unterer Niederrhein. "Das bedeutet, dass wir vorurteilsfrei jedem Menschen mit einer wertschätzenden und mutmachenden Haltung begegnen."

Die Arbeit von Donum Vitae wird größtenteils vom Land NRW finanziert. Nach Auswertung der Beratungszahlen ist klar, dass die Hilfe ankommt. Doch der seit 15 Jahren bestehende Verein ist auch auf Spenden angewiesen, insbesondere für die Präventionsarbeit. Denn die stellt neben allgemeiner und Konfliktberatung das dritte Standbein der Arbeit dar. "Unsere sexualpädagogischen Angebote in Schulen und Jugendeinrichtungen stellen eine sinnvolle Ergänzung zur Aufklärung im Elternhaus, im Unterricht oder durch die Medien dar", erklärt Eva-Maria Schneider. Das Ziel der Angebote sei, Jugendliche bei allen Fragen rund um Pubertät, Partnerschaft und Sexualität zu begleiten. Wenn möglich, werde dabei mit einem männlichen Pädagogen zusammen gearbeitet. "In den Gesprächskreisen können Mädchen und Jungen getrennt voneinander alle Fragen stellen, die sie weder Lehrern noch Eltern zu stellen wagen. Anders als im Unterricht passiert alles freiwillig und ohne Notendruck."

Viele Fragen drehen sich auch um Gefühle und Grenzen im Umgang mit Freund oder Freundin. "Im offenen Gespräch erfahren die Teenies, dass sie mit ihren Zweifeln und Ängsten nicht alleine sind" , berichtet Schneider. "Aber auch, wenn jemand aus Scham nur zuhört oder um ein Einzelgespräch bittet, ist das in Ordnung." Zwischen einer Doppelstunde und einem Workshop von drei Tagen kann dieses Angebot gestaltet werden. Einige Schulen haben es bereits fest in ihr Programm aufgenommen.

Dass sexualpädagogische Angebote einen wichtigen Beitrag zu verantwortungsvoller Sexualität leisten, ist belegt: Bundesweit geht die Zahl ungewollter Schwangerschaften bei Jugendlichen zurück. Dennoch bleiben Prävention und gute Aufklärung wichtig. Der Verein Donum Vitae würde gerne in mehr Schulen sein Angebot installieren, in Form einer Sprechstunde.

Kontakt: Homberger Straße 71, 02841 884353, Online-Beratung an: www.donumvitae-onlineberatung.de

Quelle: RP
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