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Moers
20 Jahre Hilfe und Begleitung für Frauen mit Krebs

Moers: 20 Jahre Hilfe und Begleitung für Frauen mit Krebs
Vorsitzende Elisabeth Fuders, (dritte von rechts) , und Kassiererin Margret Krömer (rechts), eröffnen das Buffet. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Im Pfarrheim von St. Bonifatius in Asberg hat die Moerser Regionalgruppe der "Frauenselbsthilfe nach Krebs" ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. Die Diagnose "Krebs" ist für die Betroffenen meist ein Schock. "Es ist, als ob die Sonne vom Himmel fällt", beschreibt die Vorsitzende, Elisabeth Fuders, das Gefühl. Die Selbsthilfegruppe kann in dieser krisenhaften Situation auffangen, informieren und begleiten. Sie begann in Moers als private Initiative und schloss sich 1996 dem Bundesverband an.

Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat trifft sich die Gruppe zum Austausch und Gespräch sowie zur Weitergabe wichtiger Informationen über die Möglichkeiten sozialer Hilfen, Rehabilitation, Pflegeversicherung und vieles andere. Das Ziel ist, durch menschliche Zuwendung gemeinsam zu lernen, mit der Krankheit zu leben. Die Isolation zu überwinden, die Angst zu nehmen und Hoffnung zu vermitteln sind weitere Punkte.

Auch gemeinsame Aktivitäten stehen auf dem Programm. Regelmäßig werden Referenten zu relevanten Themen eingeladen. Alle Frauen mit der Diagnose Krebs sowie deren Angehörige sind eingeladen, nach den Sommerferien zu den Treffen zu kommen.

Bei der Jubiläumsfeier wurde zunächst in einem ökumenischen Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Karsten Weidisch der Frauen gedacht, die in den vergangenen Jahren gestorben waren. Mit dem Danke-Lied und einem meditativen Kreistanz wurde die Verbundenheit untereinander bestärkt. Es schloss sich ein Fest mit einem bunten Programm und einer üppigen niederrheinischen Kaffeetafel an. Gruppenmitglieder und deren Angehörige sowie Vertreterinnen von Regionalgruppen aus der Nachbarschaft feierten gemeinsam. Als stellvertretender Bürgermeister überbrachte Hans-Gerd Hackstein Grüße der Stadt Moers.

Auch Peter Tönnies, Leiter der Frauenklinik Bethanien, brachte Glückwünsche seines Teams und lobte die gute Zusammenarbeit. "Für die Zeit nach der medizinischen Behandlung ist die Selbsthilfe sehr wichtig", sagte er. Jens Pagels vom St.-Josef-Krankenhaus konnte dies nur bestätigen.

Nach dem Kaffeetrinken trug der Niederrhein-Lyriker Christian Behrens Texte und Lieder aus seinem Programm "Kleine Welten" vor.

(rauh)
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