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25 Jahre: "Eine tolle und anstrengende Zeit"

Moers: 25 Jahre: "Eine tolle und anstrengende Zeit"
FOTO: Kirchenkreis Moers
Moers. Uwe-Jens Bratkus-Fünderich feiert sein Jubiläum als Pfarrer in Repelen. Am Sonntag gibt es einen Festgottesdienst im Jungbornpark. Von Stefan Gilsbach

25 Jahre ist er nun Pfarrer in Repelen - das Amtsjubiläum von Uwe-Jens Bratkus-Fünderich wird am Wochenende gefeiert. Und zwar am Sonntag, 11. September, mit einem Festgottesdienst unter freiem Himmel im Jungbornpark der Ortschaft. Beginn ist um 11 Uhr, für dem musikalischen Rahmen sorgt der Posaunenchor Repelen unter der Leitung von Michael Wittfeld. Zeitgleich wird am Repelener Felkemuseum übrigens der Tag des Offenen Denkmales gefeiert, der von vielen Vereinen ausgerichtet wird. "Am Denkmaltag. Das passt ganz gut!", meint Bratkus-Fünderich. "Denk mal! Das heißt ja auch: Zurückblicken und in die Zukunft schauen."

Uwe-Jens Bratkus-Fünderich stammt aus dem Oberbergischen, er ist in Gummersbach aufgewachsen. Er studierte Theologie und Sozialwissenschaften und arbeitete später in der Innenstadtgemeinde in Essen und drei Jahre im Huyssen-Stift als Krankenhaus-Seelsorger. Damals war er als Redakteur auch beim regionalen Szene-Magazin "Coolibri" tätig. Seit 1991 ist er nun Pfarrer in Repelen. Der Geistliche ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

"Eine tolle und anstrengende Zeit", nennt Bratkus-Fünderich seine bisherigen Repelener Jahre. "Besonders dankbar bin ich dafür, dass mir so viele Menschen Einblick in ihr Leben gestattet haben. Sei es im Konfirmandenunterricht, bei Taufen und Trauungen oder bei Beerdigungen oder bei vielen Gesprächen zwischen Tür und Angel, auf dem Markt bei unseren ökumenischen Reisen oder am Stammtisch. Es war oft bewegend. Natürlich gab es auch viele schöne Gottesdienste, viele schöne Konzerte, Dorffeste, Veranstaltungen im Ort, die ich mitgestalten durfte und die sehr gut besucht wurden."

Im Rückblick freue er sich, dass es in der Repelener Gemeinde immer eine große Offenheit für Neues gab. "Wir sind im tiefsten Herzen eine reformierte Gemeinde. Wir bewahren unsere Tradition und versuchen zugleich, sie in der jeweiligen Zeit neu auszudrücken!" Viele neue Gottesdienstformen seien ausprobiert worden, aus einem Kindergarten sei ein Familienzentrum geworden, aus einer kleinen Schulaufgabenhilfe ein großes Projekt Offener Ganztag an den beiden Repelener Grundschulen. Kinderbibelwochen und Sternsingeraktionen, besondere Veranstaltungen am Volkstrauertag und Open-Air-Gottesdienste vor der Kirche oder im Park nennt der Pfarrer ebenfalls als Beispiele.

Bei seinen ersten Trauungen in Repelen habe er einige Künstler kennengelernt, mit denen er ein Konzertprogramm in der Dorfkirche Repelen aufbaute. Viele Jahre lang hat er bis zu 50 Konzerte im Jahr mit Künstlern vom Niederrhein, aus Deutschland, Europa, Asien, Amerika und Australien organisiert- immer unter dem Motto: Eintritt frei, wir sammeln für die Künstler eine Kollekte. Gut und bewegend seien bis heute die Kontakte zur katholischen Gemeinde St. Martinus und auch zu den örtlichen Moscheevereinen.

"Toll war die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Gemeinde. Vieles ist passiert ... mehrere Tausend Bilder könnten und können viele Geschichten erzählen, vielleicht komme ich eines Tages dazu, diese zu sortieren", meint der Pfarrer, der zugleich einräumt: "Es gab auch Verletzungen, es gab auch Fehler, die ich begangen habe. Einige Fehler kenne ich, andere sind mir verborgen geblieben. Ich bitte um Entschuldigung bei all denen, die ich verletzt habe."

Sein Wunsch zum Jubiläum: "Freuen würde ich mich über viele Besucher beim Festgottesdienst. Und die eine oder andere persönliche Rückmeldung - was ist passiert, was hat uns verbunden, wo war meine Begleitung hilfreich und gut? Ich liebe diese Geschichten!"

Quelle: RP
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