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Moers
Adolfiner schreiben Brief aus Wuhan

Moers: Adolfiner schreiben Brief aus Wuhan
Moers. Vor einem Monat haben wir an dieser Stelle über einen Besuch einer Delegation aus Wuhan am Gymnasium Adolfinum in Moers berichtet. Derzeit erwidern Schülerinnen und Schüler des Chinesischkurses den Besuch. Zwei der Teilnehmer, Maximilian Friedmann und Nele Janßen, schildern ihre Eindrücke.

Am 10. Oktober starteten 21 Schülerinnen und Schüler des Adolfinums im Alter zwischen 16 und 18 Jahren mit drei Lehrern Richtung China. Nach einem Zwischenstopp in Dubai landeten wir einen Tag später in Shanghai und verbrachten dort drei spannende Tage. Neben der Altstadt mit dem wunderschönen Yu-Garten besichtigten wir die Wasserstadt Zhujiajiao. Am Abend konnten wir dann die eindrucksvoll beleuchtete Skyline von Shanghai mit dem höchsten Wolkenkratzer der Welt von der Promenade des Huangpu-Flusses bewundern.

Noch spannender wurde es, als wir uns mit dem Zug Richtung Wuhan aufmachten, wo unsere Gastfamilien schon auf uns warteten. Die Aufregung vor dem Ungewissen war sehr groß. Umso größer war unsere Erleichterung, als wir sehr herzlich empfangen wurden. Trotz der doch sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen, umsorgten uns die Familien mit größtmöglicher Hingabe. Besondere Mühe gaben sie sich mit der Versorgung, bis hin zur Zubereitung europäischer Speisen. Sie machten uns den Aufenthalt so schön wie möglich, was sogar so weit reichte, dass manche Gastschüler ihre Zimmer für uns zur Verfügung stellten. Den fünften und letzten Tag unseres Aufenthaltes in Wuhan werden wir mit unserer Gastfamilie verbringen. Der Tag wird von jeder Familie individuell gestaltet.

Auch die Begrüßung in unserer Partnerschule war sehr freundlich. Die Schule hatte für uns ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Dieses reichte von Kalligraphie, chinesischer Malerei und Kung fu bis hin zu einem deutsch-chinesischen Fußballspiel, das das Team des Adolfinums knapp mit 2 zu 1 für sich entscheiden konnte. Beim Besuch des chinesischen Unterrichts in den Fächern Englisch, Deutsch, Biologie oder Physik kamen wir auch noch mit anderen chinesischen Schülern ins Gespräch und lernten sie und die Schule näher kennen.

Auffällig waren die langen Schulzeiten von 7.20 bis 20 Uhr oder sogar länger. Das führt dazu, dass die chinesischen Schüler viel weniger Freizeit haben als wir, da sie abends auch noch einige Hausaufgaben erledigen müssen. Außerdem stellten wir fest, dass der chinesische Unterricht etwas anders abläuft, zum Beispiel dass viel mehr Schüler eine Klasse besuchen als bei uns in Deutschland. Im Unterricht stehen die Schüler auf, wenn sie aufgerufen werden und setzen sich erst wieder, wenn der Lehrer mit der Antwort zufrieden ist. Da die Schüler sich inhaltlich auf den Unterricht des Tages vorbereiten, kann in einer Unterrichtsstunde oft mehr geschafft werden als bei uns.

Auf unserer weiteren Reise werden wir noch die Städte Xi'an und Peking besuchen und hoffentlich auch dort eine schöne und interessante Zeit erleben.

Durch diesen Austausch nach China lernten wir die chinesische Kultur, das chinesische Schulsystem und die Menschen besser kennen. Wir entdeckten viele Gemeinsamkeiten zwischen China und Deutschland und waren von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit sehr begeistert. Die guten Deutschkenntnisse der chinesischen Schüler waren bemerkenswert, so dass uns die Sorge, dass eine Verständigung schwierig werden könnte, schnell genommen wurde. Der Austausch war sehr lehrreich und empfehlenswert. Wir hoffen, dass die Freundschaft zwischen uns und den Schülern sowie zwischen dem Gymnasium Adolfinum und der Middle-School attached to Wuhan University noch lange Zeit bestehen bleibt.

Quelle: RP
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